Donnerstag, 7. Februar 2013

[Rezension] Die Bestimmung, Band1 + Band2 von Veronica Roth

Nachdem ich nun alle Klausuren hinter mich gebracht habe, komme ich endlich dazu im Rahmen von Lesegiraffes Kampf den Buchreihen Challenge eine Rezension zu den zwei bisher erschienen Die Bestimmung-Teilen zu schreiben.

Wann genau der dritte und letzte Band erscheint, ist noch nicht klar. Ich nehme an, irgendwann dieses oder nächstes Jahr. Allerdings gibt es auf der Homepage der Trilogie einen kleinen Ausschnitt aus Tobias' Sicht, den es sich lohnt durchzulesen: klick

P.S.: Bisher erschienene Rezensionen, die zur Challenge geschrieben wurden, findet ihr hier. Alles, was Izzy und ich an Buchreihen bis Ende des Jahres noch lesen wollen, findet ihr hier.




Die Bestimmung (Band 1)

Angaben zum Buch: 
  • *Leseprobe* 
  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: cbt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3570161319
  • Originaltitel: Divergent

Inhalt:

Altruan – die Selbstlosen. 
Candor – die Freimütigen. 
Ken – die Wissenden. 
Amite – die Friedfertigen. 
Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.

Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht …

Der erste Satz:

           In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel. 



Lucys Mini-Fazit:

Ein genialer Start in die Trilogie: reizvolles Thema, super Charaktere, spannende Umsetzung. Ich habe es verschlungen und dem zweiten Teil sehnsüchtig entgegen gefiebert.

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit (Band 2)

Angaben zum Buch:
  • *Leseprobe* 
  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3570161562
  • Originaltitel: Insurgent

Inhalt:

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will …

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen.

Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden ... 

Der erste Satz: 

             Als ich aufwache, liegt mir sein Name auf der Zunge.

 

Lucys Mini-Fazit:

Hatte nach dem ersten Teil sehr hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Komme mit Tris' Charakterveränderung irgendwie nicht so ganz klar; fand zudem vieles, was passiert ist unverständlich und teilweise auch unsinnig. ABER: Veronica Roth versteht etwas von Cliffhangern, denn obwohl ich den zweiten Teil nur so lala fand, ist es zum Ende hin noch einmal richtig, richtig spannend geworden und hat dann mit einem so fiesen Ende aufgehört, dass das Warten auf Band 3 wirklich unerträglich ist.

Das sagt Lucy zu beiden Bänden:  

Ich erinnere mich noch genau, wie ich in der Buchhandlung stand und Die Bestimmung (Band 1) zum ersten Mal in der Hand hatte. Ich habe ein ganz kribbeliges Gefühl in den Fingern gehabt und wusste sofort, dass ich es haben muss. Mich hat die Hauptthematik (die Aufteilung der Bevölkerung in verschiedene Fraktionen, die einen charakterisieren und die ohne einander nicht können; die Tatsache, dass man Menschen nicht ein Leben lang in eine einzige Schublade packen kann, weil man sich verändert und keiner einfach nur selbstlos oder nur ehrlich oder nur mutig ist) sehr, sehr angesprochen, nicht weil sie neu ist, sondern da ich selbst schon oft darüber nachgegrübelt habe. Ich erinnere mich auch noch genau, dass ich es an einem Tag durch hatte, weil ich es einfach nicht weglegen konnte.

Die Handlung von Band 1 wurde nie langweilig, obwohl eigentlich nicht immer mega-viel passiert ist. Durch die Ich-Perspektive sieht man die Welt durch die Augen der 16-jährigen Protagonistin Beatrice Prior. Zusammen mit ihr lernt man das Hauptquartier und das Leben der abenteuerlustigen Ferox kennen, der Fraktion, der Beatrice sich zu Beginn des ersten Teils anschließt und für die sie ihre Altruan-Familie zurücklässt. Es fiel mir nicht schwer, mich in sie hineinzuversetzen, sie zu verstehen und das zu fühlen, was sie fühlte. Im zweiten Band war dies leider nicht mehr der Fall. Sie hat sich sehr verändert und ich konnte ihre Handlungen kaum noch nachvollziehen.

Sie leidet sehr unter Schuldgefühlen und ist deshalb oftmals sehr gereizt, vertraut niemandem mehr und stößt ihren festen Freund Tobias' nicht nur einmal vor den Kopf. Außerdem will sie alles im Alleingang durchziehen und handelt unzählige Male egoistisch und überstürzt, sodass Probleme und ganze Katastrophen entstehen, wo man sie eventuell vermeiden hätte können. Ohne richtigen Plan hetzt Tris in Band 2 von einem Chaos ins nächste.

Klar, sie war schon immer jemand gewesen, der zu Kurzschlussreaktionen neigte und nicht immer alles, was sie tat, zig Mal durchdachte, sie war auch ab und an schon zickig und egoistisch gewesen in Band 1, und dass sie sich hier und da zum Extremen hin verändert hat, fand ich auch verständlich und nur natürlich, wenn man bedenkt, was sie im ersten Band alles durchgemacht hat und dass sie gerade erst ihre Eltern verloren und einen Menschen erschossen hat. Dennoch, die Art, die sie in Die Bestimmung 02 an den Tag legt, vor allem, wie sie mit Tobias' umspringt, ging gar nicht und passte mMn auch nicht zu der Tris, die ich in Band 1 kennen gelernt habe.

Tobias war dafür liebenswerter denn je und tat mir manchmal richtig leid. Er gibt sich solche Mühe mit Tris, würde alles für sie opfern und hat es am wenigsten verdient, all ihre Wut und ihren Frust abzubekommen. Anfangs mochte ich die Spannung, die zwischen den beiden herrschte (und man kennt es ja auch aus dem eigenen Leben, dass man ohne Absicht oft die verletzt, die einem nur helfen wollen), aber als sie nicht nachließ, nachdem die beiden sich eigentlich ausgesprochen hatten, hat sie mir nur noch das Herz zerrissen. Es gab allerdings auch tolle Szenen zwischen den beiden; die waren eben nur rar und ich hoffe im dritten Band wieder auf mehr vertrautes Miteinanderarbeiten und - sein zwischen Tris und Tobias.

Nebencharakter gibt es sowohl in Band 1 als auch in Band 2 etliche interessante, angefangen bei Beatrice' Eltern und ihrem Bruder Caleb, über Fraktionsmitglieder wie Uriah, Christina und Will, über durchdachte Fraktionsleiter wie Jeanine Matthews, bis hin zu Unsympathisanten wie Eric.

Veronica Roths Idee an sich finde ich sehr gut und auch sehr gut ausgearbeitet. Im ersten Band erfährt man viel über Ferox und Altruan, ein bisschen Informationen werden auch zu den anderen Fraktionen und den Unbestimmten eingestreut und auf all das wird im zweiten Teil aufgebaut und intensiver eingegangen. Ebenso gut finde ich die Idee mit den Stimulationen und auch diese Szenen finde ich wunderbar umgesetzt.

Im zweiten Teil plätschert die Handlung - wie oben schon angemerkt - ohne wirklichen Plan und Sinn dahin, lediglich das Ende hat es für mich wieder rausgerissen. Die letzten Kapitel waren hammermäßig, wie man es aus dem ersten Teil gewohnt ist, enthalten überraschende Wendungen und bauen noch einmal richtig Spannung auf, um den Leser dann mit einem fiesen Cliffhanger zurückzulassen. Obwohl das gesamte 2. Buch also nur mittelmäßig war und sicher nicht mehr als 3 Wombats von mir bekommen hätte, bin ich nun sehr gespannt auf den letzten Band. Auf ihm liegt meine ganze Hoffnung und ich hoffe, dass er sich so liest wie das Ende von Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit.

Gesamt-Fazit:  

Für eine super Idee und Umsetzung; dafür, dass der erste Teil durchgängig spannend und interessant ist und ich ihn kaum aus der Hand legen konnte; dafür, dass ich vom zweiten Teil allerdings enttäuscht war; dafür, dass mich das Ende aber dennoch gepackt hat und ich deshalb nun sehr gespannt auf den dritten Teil bin, gibt es von mir insgesamt 4 von 6 möglichen Wombats!



Montag, 4. Februar 2013

[Rezension] Lovesong von Gayle Forman

Heute geht es weiter mit meinem Kampf den Buchreihen.:) Dieses Mal gibt es eine Rezension zu Lovesong von Gayle Forman, dem Folgeband zu Wenn ich bleibe.

Kurzinfos zu Wenn ich bleibe:


Taschenbuch: 304 Seiten

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-3442377275
Klappentext: 
Eine außergewöhnliche Geschichte über die Liebe, über Musik, über Freunde, Familie und das Leben

Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert?

Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?

Mein Eindruck:
Absolut lesenswert. Ich habe gelacht und geweint, gebangt und gehofft. Ein Buch, das ich wirklich ohne Vorbehalte weiterempfehlen kann.
(Meine Rezension findet ihr hier)



Rezension zu Lovesong




Taschenbuch: 272 Seiten

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag)

Sprache: Deutsch

ISBN-13: 978-3442379422

Der Inhalt in wenigen Sätzen:
Drei Jahre ist der tragische Unfall seiner großen Liebe Mia Hall nun her. Jahre, in denen sich in Adam Wildes Leben fast alles verändert hat. Adam ist nun ein gefeierter Rockstar, der aber an eben dieser Karriere zu zerbrechen droht. Und noch immer kann er Mia nicht loslassen. Adam wird von einer inneren Leere zerfressen, die ihn nach und nach zerstört. Die einzige Person, die ihn retten kann, hat den Kontakt abgebrochen und geht Adam aus dem Weg. Als das Schicksal ihm die Chance gibt endlich mit der Vergangenheit abzuschließen, erlebt er eine Achterbahnfahrt der Gefühle, an deren Ende er sich entscheiden muss: für die Zukunft oder die Erinnerungen der Vergangenheit.


Der erste Satz:

„Jeden Morgen wache ich auf und sage mir: Nur ein weiterer Tag, nichts als ein Zeitraum von vierundzwanzig Stunden, den ich bewältigen muss.“


Was Izzy dazu sagt:
Tragisch. Berührend. Aufwühlend. Das sind die ersten Worte, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an Gayle Formans Buch Lovesong denke. Der Nachfolger zu ihrem wunderschön geschriebenen Wenn ich bleibe.

In Lovesong geht es um Adam. Er erzählt seine Geschichte der vergangenen drei Jahre, in denen sich sein Leben komplett gewandelt hat. Ruhm, Geld, Ansehen – Adam Wilde ist mittlerweile ein gefeierter Musiker. Und gleichzeitig einer der einsamsten Menschen der Welt. Denn niemand weiß, woher er die Inspiration für seine tragischen Texte nimmt; wer für all den Schmerz und die Wut, für die seine Musik steht, verantwortlich ist. Adam hat dieses Geheimnis in sich selbst verschlossen, was dazu führt, dass er davon regelrecht zerfressen wird. Der Gedanke an Mia begleitet ihn auf Schritt und Tritt, auch wenn Adam es gerne anders hätte.
Dann kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung bei der Adam endlich die Möglichkeit bekommt, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen; die Antworten zu erhalten, nach denen er sich so lange gesehnt hat. Nicht nur Adam erlebt währenddessen emotionale Hoch und Tiefs, denn auch ich als Leserin blieb nicht unberührt. Zu eindringlich wird erzählt, welche Auswirkungen Mias tragischer Unfall auf ihn hatte. Entweder durch Rückblenden, die die wichtigsten Ereignisse aus Mias und Adams gemeinsamer Zeit zeigen, oder seine Gedanken und glaubwürdig geschilderten Gefühle im Hier und Jetzt.

Die Story schreitet dabei langsam voran und legt den Fokus auf Adams Innensicht. Genau darin liegt meiner Meinung nach die Stärke des Buches, denn ich war ziemlich schockiert, wie sehr Adam sich im Vergleich zu Wenn ich bleibe verändert hat. Mit dem Voranschreiten der Geschichte erfährt man allerdings, wie es zu dieser Veränderung kam – und das auf glaubwürdige, undramatisierte Art und Weise.
Schön fand ich ebenfalls die Idee, jedem Kapitel eine Passage aus den Songs von Shooting Star - Adams Band - voranzustellen. Dadurch wird noch deutlicher, durch welche emotionalen Tiefen Adam gegangen ist und man kommt dem ebenfalls wichtigen Thema Musik näher.

Fazit:
Gayle Forman schafft es mal wieder ein Buch abzuliefern, das zum Nachdenken anregt und das ich nach dem Lesen noch einige Tage im Kopf hatte. Adam ist dabei ein ursympathischer Protagonist, der die Geschíchte ohne Probleme trägt und auf eine derart intensive Art erzählt, dass ich Lovesong kaum aus der Hand legen wollte. Wer Wenn ich bleibe mochte, sollte auch Lovesong lesen, um die Geschichte um Mia und Adam abzuschließen. Aber auch allen anderen, die eine eher ernste Geschichte suchen, kann ich es nur empfehlen.


Samstag, 2. Februar 2013

[Rezension] Nach dem Sommer - Ruht das Licht - In deinen Augen von Maggie Stiefvater

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, machen Izzy und ich bei Lesegiraffes Kampf den Buchreihen Challenge mit. Dies ist mein erster Beitrag dazu! :-)




Draußen ist es immer noch frostig; hier und da blitzt schon wieder etwas Grünes hervor; genau die richtige Atmosphäre, um Maggie Stiefvaters Trilogie um die Werwölfe von Mercy Falls zu lesen. Das hab ich mir zumindest gedacht, als ich diesen Monat endlich den letzten Teil, In deinen Augen, beendet habe.


Nach dem Sommer


Angaben zum Buch:

  • Gebundene Ausgabe: 423 Seiten
  • Verlag: Script5 - junge Belletristik
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3839001080
  • OriginaltitelShiver
Inhalt:

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen, bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher und mit ihm den endgültigen Abschied.

Der erste Satz:

               Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.




Lucys Mini-Fazit:

Netter Auftakt der Trilogie; klasse Idee und Umsetzung; hat sich handlungs- und spannungstechnisch zum Ende hin sehr gesteigert, so dass ich unbedingt sofort Teil 2 lesen musste. Meiner Meinung nach hat Maggie Stiefvater es hier und da mit der Romantik und den Worten Mein Wolf etwas zu gut gemeint.


Ruht das Licht

Angaben zum Buch:

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Script5 - junge Belletristik
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3839001189
  • Originaltitel: Linger
Inhalt:

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird

Der erste Satz:

               Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde.




Lucys Mini-Fazit:

Nachdem ich den ersten Band eher so lala fand, hat mich der zweite umso mehr gepackt. Das lag vor allem daran, dass Cole mit seinen grünen Augen auftauchte, man zudem mehr Einblick in Isabels Leben bekam und die ganze Werwolf-Geschichte genauer beleuchtet wurde. Die übertriebene Romantik zwischen Sam und Grace war weniger vorhanden als in Band 1, ging mir hier und da aber immer noch auf den Keks.


In deinen Augen

Angaben zum Buch:

  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Script5 - junge Belletristik
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3839001264
  • OriginaltitelForever
Inhalt:

Der Frühling kehrt zurück nach Mercy Falls und mit dem Winter streifen die Wölfe ihre Pelze ab. Sam, nun fest in seiner menschlichen Haut verankert, hat die vergangenen Monate nur auf diesen Moment gewartet: Grace' Rückkehr aus dem Wald.

Doch ihr Glück währt kurz. Als man ein Mädchen findet, das von Wölfen getötet wurde, verfällt Mercy Falls in Hysterie. Auf einer Treibjagd sollen die Wölfe ein für alle Mal ausgerottet werden. Nun ist es an Sam, sein Rudel, seine Familie zu retten. Zusammen mit Grace, Cole und Isabel fasst er einen verzweifelten Plan: Sie wollen die Wölfe umsiedeln, in ein Waldgebiet weit entfernt von menschlichen Siedlungen. Sam weiß, dass er dafür einen hohen Preis zahlen wird. Denn damit das Rudel ihm folgt, muss er seine menschliche Gestalt aufgeben.

Der erste Satz:

                Ich kann leise sein, so leise.



Lucys Mini-Fazit:

Absolut gelungenes Ende; ich fand den letzten Teil sehr spannend und habe mich gefreut, dass noch so einiges zum Thema Wolf und Sams Vergangenheit erklärt und aufgeklärt werden konnte. Maggie Stiefvater hat nun den Dreh mit der Romantik so ziemlich raus, würde ich sagen.


Das sagt Lucy zur gesamten Reihe:

Gekauft habe ich mir die Trilogie eigentlich nur wegen dem wunderwunderschönen Titel und den ebenso wunderschön gestalteten Covern. Ich hatte zuvor noch nichts von Maggie Stiefvater gelesen und ich muss gestehen, dass ich zunächst etwas Angst hatte, es wäre eine Art zweites Twilight (nur ohne Vampire) und davon war ich nicht gerade der größte Fan. Jetzt aber bin ich froh, es mir gekauft zu haben, denn es ist eine tolle Buchreihe. Und dass Maggie Stiefvater unglaublich gut schreibt, das weiß ich mittlerweile auch.

Ja, natürlich, es ist eine einzig große Liebesgeschichte mit Fantasy-Element. Gerade im ersten der drei Bände ist die Liebe das Hauptthema und ich muss gestehen, manchmal wurde mir Sams ewige Romantik und Grace' "Mein Wolf"-Gehabe zu schnulzig und krass und ging mir auf die Nerven. Aber der große Pluspunkt ist, in der Story stecken noch mehr interessante Charaktere und mehr kleine und größere Nebenhandlungen, wie beispielsweise das Suchen nach einem Heilmittel oder das Auseinandersetzen mit Leuten, insbesondere Jägern, die nicht besonders gut auf die Wölfe zu sprechen sind. Die Romantik ist quasi nur der rote Faden, an dem man sich die ganze Reihe über entlanghangelt und der alles miteinander verknüpft.

Den Ort des Geschehens und die Charaktere fand ich allesamt glaubwürdig dargestellt.

Grace liebt die Wölfe, die im Wald hinter ihrem Haus, leben - und das, obwohl sie eigentlich allen Grund hat sie zu fürchten, denn als Kind wurde sie von ihnen verschleppt und gefährlich verletzt. Grace fühlt sich seither jedoch mehr denn je zu ihnen hingezogen, ganz besonders zu dem einen Wolf mit den sanften, gelb-braunen Augen, der sie damals vor den anderen Wölfen gerettet hat. Sie ist unabhängig und tough, sie braucht ihre Ordnung und ihre Pläne und sie wird als Mathematik-Genie beschrieben. 

Sam ist durch und durch der nette, liebe Kerl, der einem erstmal nicht auffallen würde, hätte er nicht diese faszinierenden gelb-braunen Augen. Er ist sensibel und romantisch, er ist musisch begabt und liest sehr gerne. Sein zweites Zuhause ist neben Grace' Zimmer der Buchladen The Crooked Shelf, in dem er Teilzeit arbeitet. Er ist ein gebranntmarktes Kind mit einem Badewanne-Komplex und er könnte keiner Fliege etwas zu Leide tun.

Mit Grace bin ich nie so richtig warm geworden, aber Sam fand ich klasse. Dennoch, die Nebencharaktere haben mir hier in dieser Geschichte eindeutig mehr zugesagt, vor allem der deutsche Werwolf Ulrik, der selbstmordgefärdete Rockstar Cole, die sarkastische und schöne Isabel und Beck, bei dem man sich nie so ganz sicher ist, ob man ihn lieben und in den Arm nehmen oder verabscheuen und ihm eine runterhauen soll.

Auch das Verhalten der Wölfe, das Maggie Stiefvater laut ihrem Nachwort in In deinen Augen, ausführlichst recherchiert hat, hat mich überzeugt. Gut, ich gebe es zu, ich bin kein Experte, was wölfisches Verhalten angeht, aber es hat für mich immer einen Sinn ergeben und hat sich richtig gelesen.

Der erste Band ist hauptsächlich aus Grace' und Sams Sicht geschrieben, aber später bekommt man auch Kapitel aus der Perspektive von den wichtigsten Nebencharakteren geboten. Geschrieben sind die einzelnen Kapitel in der Ich-Form und jeweils der Person, deren Sicht gerade beleuchtet wird, angepasst. Ganz bezaubernd in den Sam-Kapiteln fand ich seine selbstgeschriebenen Songlyrics, die in den Text mit eingebunden wurden, und die Sache mit den Papierkranichen.

Werden Grace und Sam am Ende zusammen sein? Werden sie Menschen oder Wölfe sein? Was wird aus Isabel und Cole? Und was aus Beck und dem Rest des Rudels?

Maggie Stiefvater hat sich mMn von Band zu Band gesteigert, hat immer mehr Fragen beantwortet und mit In deinen Augen hat sie ein absolut gelungenes Ende geschrieben: Es schließt die Reihe wunderbar ab, aber es bleibt noch genug Raum, um sich als Leser Gedanken um eine Fortsetzung zu machen. 

Gesamt-Fazit:

Für eine Liebesgeschichte, die mir einerseits sehr gut gefallen und mich berührt hat, die mir andererseits hier und da ein bisschen zu kitschig und vor allem im ersten Band auch ein bisschen abgedreht vorkam. Für einen real-gestalteten Handlungsort und authentische Charaktere, vor allem für Isabel und Cole und für Ulrik und Beck. Für eine Prise Fantasy, Rilkes Gedichte und die selbstgeschriebenen Songlyrics, die in den Text mit eingebunden wurden. Dafür, dass Magie Stiefvater sich Band für Band gesteigert hat und ihr der perfekte Abschluss zu dieser Trilogie gelungen ist. Für all das vergebe ich insgesamt 4,5 von 6 möglichen Wombats!




P.S.:  Eines noch: Maggie Stiefvater ist nicht nur eine wahnsinnig begabte Autorin, sondern hat auch musisches und künstlerisches Talent. Sie komponiert, sie dichtet, sie zeichnet, sie schreibt Songlyrics und sie teilt all das mit großer Begeisterung auf twitter, facebook, youtube und ihrem Blog mit ihren Fans.Lohnt sich, da mal vorbeizuschauen, Maggie Stiefvater hat definitiv das Zeug dazu, ihre Leser zu inspirieren. :-)

Hier der Song von ihr, den ich beim Lesen permanent gehört habe:

Freitag, 1. Februar 2013

[Buch des Monats] Februar 2013


Hallo ihr Lieben,

unser Buch des Monats für den Februar 2013 wird der neue Roman von Ali Shaw sein. Ich bin ein großer Fan des Autors und seinem unglaublich schönen, poetischen Schreibstil und seinen Naturbeschreibungen, das Lesen von Das Mädchen mit den gläsernen Füßen habe ich sehr genossen und freue mich nun auf Der Mann, der den Regen träumt, das mich schon allein vom Thema her sehr anspricht.


  • Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
  • Verlag: Script5 - junge Belletristik
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3839001462
  • Originaltitel: The Man Who Rained
Rückseitentext:

Wie Kreide, vom Regen zu einem weißen Schleier verwaschen, begannen seine Umrisse zu verschwimmen und seine Konturen schwanden, beinahe unmerklich. Im einen Moment sah Elsa einen Mann vor sich und im nächsten nur noch eine graue Silhouette. Seine Haut wurde zu Nebel. Die Sonne hinter ihm ließ ihn erstrahlen und umrahmte ihn mit ihrem goldenen Schein, bis er nichts mehr von einem Mann an sich hatte, sondern immer mehr einer Wolke glich, die durch Zufall die Form eines Menschen angenommen hatte.

Finn ist kein gewöhnlicher Mann, ihn umgibt ein Geheimnis. Es ist der Grund für sein Einsiedlerleben und der Grund, warum die Einwohner von Thunderstown ihm nicht wohlgesinnt sind. Doch trotz aller Gerüchte und Anfeindungen hält Elsa zu Finn. Gemeinsam versuchen sie, ihre Liebe gegen all die Widerstände zu behaupten.





Auf seinem Blog gibt es einen Eintrag über die Entstehung von Der Mann, der den Regen träumt, den ich sehr schön und berührend fand, und den ich euch deshalb gerne zeigen wollte: klick