Montag, 29. November 2010
Kommendes Buch des Monats Dezember 2010
Smaragdgrün von Kerstin Gier wird erscheinen!
Einige von uns warten - wie viele andere Fans der Edelstein-Trilogie auch - gespannt auf den letzten Band der Reihe.
Das Buch erscheint am 8. Dezember und wird unser Buch des Monats im Dezember 2010 werden.
Bis dahin kann man sich eine Lesung von Kerstin Gier ansehen, auf der sie aus Saphirblau und ein wenig aus Smaragdgrün vorliest: Lesung Kerstin Gier 21. November
Die offizielle Leseprobe zum dritten Band findet man hier: Smaragdgrün Leseprobe
sowie Outtakes und kurze Fortsetzungen zur Leseprobe hier: Outtakes und Fortsetzung Leseprobe
Montag, 15. November 2010
[Rezension] I am Number Four von Pittacus Lore (The Lorien Legacies, Bd. 1)
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten,
Verlag: HarperCollins Verlag,
ISBN-13: 978-0061969553
Sprache: Englisch
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Number Two in England.
And Number Three in Kenya.
They killed them all.
Dienstag, 9. November 2010
[Rezension] Mortal Coils (Deutsch: Gemini – Der goldene Apfel) von Eric Nylund
Eric Nylund spinnt eine Geschichte voller interessanter Charaktere und Wendungen, der man gebannt folgt. Was hat es mit den Regeln der Großmutter auf sich? Wo stecken Eliots und Fionas Eltern? Die Fragen wollen gar nicht mehr abreißen und der Autor versteht es, bei der Beantwortung einer solchen, gleichzeitig neue aufkommen zu lassen. Langweilig ist dieses Buch trotz seiner knapp 650 Seiten ( der englischen Taschenbuchausgabe) nie geworden, was ein großer Pluspunkt ist. Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen und bleibt durchweg spannend.
Besonders gelungen sind die Charaktere. Allen voran Eliot und Fiona, die durch ihre Erziehung ziemlich verschroben sind (und sehr untypische Dinge für ihr Alter wissen), aber gleichzeitig durch ihre Liebe zueinander sehr sympathisch wirken. Zusammen mit ihnen erfährt man mehr von den Hintergründen der Eltern. Diese beiden waren wohl alles, nur nicht gewöhnlich.
Doch obwohl die Charaktere sehr gut dargestellt wurden, haben mich dennoch zwei Dinge gestört: Zunächst waren es fast schon zu viele Leute, die aufgetreten sind. Zu viele, manchmal befremdliche Namen, die ich mir schlichtweg nicht merken konnte. Nicht zu vergessen, dass wir einmal die väterliche Seite und dann auch die mütterliche Seite der Familie zu sehen bekommen. Dem Personenwirrwarr konnte ich leider nicht immer folgen. Daneben waren einige der Nebencharaktere beinahe schon übermächtig. Großmutter Audrey und Onkel Henry seien da genannt. Nicht immer sympathisch, aber dennoch – oder gerade deswegen - umso interessanter. Dadurch rückten Fiona und Eliot manchmal ein wenig in den Hintergrund.
Sonst habe ich weder an der Geschichte noch am Stil etwas auszusetzen. Das Buch ist flüssig zu lesen. Wird allerdings durch mehrere Fußnoten durchzogen, was mich – obwohl ich sie sonst nicht ausstehen kann – nicht gestört hat. Gut fand ich ebenfalls das relativ runde Ende, das nicht in einem riesigen Cliffhanger endet, damit man bloß den Folgeband liest. Alles ist natürlich noch lange nicht beantwortet, und ein neues Kapitel ihres Lebens bricht für die Zwillinge an. Auch als Leser, sieht man diesem gespannt entgegen.
Eric Nylund schafft es mit seiner Geschichte zu überraschen und macht neugierig auf mehr.Ich bin froh das Buch – trotz anfänglicher Zweifel – gekauft zu haben und bin gespannt auf den Folgeband.
Deutsche Ausgabe:
Gebundene Ausgabe: 768 Seiten, Penhaligon Verlag, ISBN-13: 978-3764530495
Originaltitel: Mortal Coils
Mittwoch, 3. November 2010
[Rezension] Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley
Die Elfjährige Flavia de Luce lebt zusammen mit ihren beiden älteren Schwestern und Vater auf dem englischen Landsitz Buckshaw. Der Alltag der de Luces ist geprägt von schwesterlichen Neckereien und einem ruhigen, distanzierten Vater, der seiner verstorbenen Frau noch immer nachtrauert. Auch Flavia vermisst ihre Mutter Harriet sehr, gerade weil sie nie die Möglichkeit hatte sie kennenzulernen. Dafür teilt sich Flavia eine besondere Leidenschaft mit der Mutter: die Chemie. Im persönlichen Labor der de Luces kann sich das Mädchen richtig austoben und lernt so viel sie kann über die Chemie. Ein Hobby, das sehr hilfreich für Flavia wird, als ein Unbekannter tot in ihrem Gurkenbeet aufgefunden, ihr Vater des Mordes beschuldigt wird und sie dessen Unschuld beweisen will.
Alan Bradley ist ein wirklich toller Erzähler. Sein Schreibstil ist schön und man schafft es gut Flavia durch die Geschichte zu folgen. Diese selbst ist spannend aufgebaut und überrascht mit der ein oder anderen Wendung.
Obwohl mir das alles durchhaus bewusst ist, konnte ich leider nicht so recht mit dem Buch „warm werden“. Ich bin eine Leserin, die sich als erstes von den Charakteren und deren Geschichten fesseln lässt, danach von der übergeordneten Story an sich. Lese ich also ein Buch, in dem ich die Charaktere durch und durch interessant finde, schaue ich über kleinere Plotlöcher gerne hinweg. Im Fall von Flavias erstem Abenteuer war es jedoch genau der umgekehrte Fall. Die Geschichte ist gut aufgebaut und schlüssig aufgelöst worden. Nur konnte ich mich mit keinem der Charaktere so richtig anfreunden. Flavias Vater ist mir zu distanziert und schwelgt zu sehr in der Erinnerung an seine Frau. Ihre Schwestern versinken entweder in der Welt der Bücher, oder sind oberflächliche Zicken. Das wäre für mich trotzdem kein Problem gewesen, wenn ich Flavia selbst als Protagonistin leichter hätte ins Herz schließen können. Ich habe darum gekämpft, sie zu mögen, manchmal habe ich auch schmunzeln müssen, aber die meiste Zeit konnte sie mich nicht recht überzeugen.
Flavia ist alles andere als das normale junge Mädchen von nebenan. Das finde ich als Ansatz sehr interessant – denn Charaktere mit Ecken und Kanten sind von je her spannend zu lesen. Sie ist eine Außenseiterin, die sich mit Leidenschaft der Chemie widmet. Das erste Problem, das ich mit ihr habe. Welche Elfjährige verschlingt hochkomplizierte Chemiebücher, versteht sie bis ins kleinste Detail und führt die Experimente selbst durch, ohne je Fehler zu machen? Ja, Flavia brauchte diese Eigenschaft und sie war ein extrem wichtiger Punkt in der Geschichte, aber ich fand sie unglaubwürdig. Neben ihrem naturwissenschaftlichen Genie ist Flavia natürlich auch noch in der Lage mal ganz allein einen Mordfall zu lösen, weil sie kennt ja diesen und jenen chemischen Stoff und weiß sofort worum es sich handelt. Auch generell finde ich, dass sie meist zu schnell und treffsicher für ein elfjähriges Mädchen kombiniert. Ein oder zweimal liegt sie falsch, aber nicht lange, da hat sie die Antwort, kann den kompletten Tathergang nachvollziehen und weiß viel mehr als die Polizei es jemals tat.
Genau das ist das größte Problem, das ich mit dem Buch hatte. Flavia war für mich einfach zu übermächtig, zu gewitzt, was sie für mich schon wieder unrealistisch hat wirken lassen. Ich kann leider nicht anders, als zu sagen, dass es mich irgendwann nur noch genervt hat. Denn egal wie schlau Flavia ist, wie sehr sie die Chemie liebt, sie ist und bleibt elf Jahre alt! Nur merkt man davon nicht viel. Hier und dort werden ein paar Gedanken eingestreut, die zeigen sollen, dass sie eben doch noch ein Kind ist, aber für mich gab es davon einfach zu wenige.
Da ich sie und die anderen Charaktere nicht sympathisch fand, konnte ich das Buch nicht locker durchlesen, sondern musste mich manchmal dazu bringen, es zu beenden, damit ich diese Rezension schreiben konnte.
Meinen Geschmack hat Alan Bradley leider nicht treffen können und ich werde den zweiten Band, „Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel“, wohl nicht lesen.
Heißt das jetzt, das „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ ein schlechtes Buch ist?
Nein. Es gibt sehr viele Flavia Fans, die das Buch lieben. Alan Bradley hat Preise dafür bekommen – mit Sicherheit nicht unverdient. Denn Bradley hat ein durchaus ansprechendes Werk geschaffen, das jedoch nicht für jedermanns Geschmack geeignet ist (aber welches Buch ist das schon?). Wem eine ausgefallene Heldin, oder besser gesagt, ein elfjähriges Genie mit einer übermächtigen Vorliebe zur Chemie gefallen mag und wer eine schön erzählte Geschichte zu schätzen weiß, dem ist Flavias erstes Abenteuer durchaus zu empfehlen.
Taschenbuch: 384 Seiten, Verlag: Blanvalet, ISBN-13: 978-3442376247
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Montag, 18. Oktober 2010
[Rezension] In die Wildnis von Jon Krakauer
Im September 1992 fanden Elchjäger in Alaska eine Leiche in einem alten Bus, der auch heute noch in der Wildnis steht. Wer ist der Tote? Warum ist er gestorben und was tat er alleine mitten im Nirgendwo, in der unbarmherzigen Natur?
Jon Krakauer hat es sich mit diesem Buch zur Aufgabe gemacht Licht in die Geschichte des Toten zu bringen. Wir begleiten den Autor auf seiner Spurensuche und erfahren, dass der junge Mann Chris McCandless heißt und gerade mit großem Erfolg sein Studium abgeschlossen hat. Er kommt aus einer gut situierten Familie und war nicht eben arm, als er sich in seinem alten Auto auf die Reise begeben hat. Er spendete sein Erspartes einer Wohltätigkeitsorganisation und verbrannte sein restliches Bargeld. Doch nicht nur seine Besitztümer lässt er hinter sich, auch mit seiner Familie spricht er nie wieder ein Wort. Sein Auto lässt er irgendwann zurück und ist schließlich nur noch zu Fuß unterwegs, trampt durch den Westen Amerikas. Dabei lernt er viele unterschiedliche Menschen kennen, deren Leben er berührt oder sogar verändert. Zum Beispiel den Farmer Wayne, für den er einige Zeit arbeitet. Oder den alten Ron Franz, der Chris sofort in sein Herz schließt und ihn wie einen Enkel liebt. Viel Zeit verbringt Chris aber auch allein, in der Wüste oder in einem Kajak. Bis er schließlich in den Norden aufbricht. In sein großes Alaska-Abenteuer, wie er es nennt. Welche Sehnsucht zieht ihn dorthin? Was veranlasst einen erfolgreichen und intelligenten jungen Mann alles hinter sich zu lassen und sich in die Wildnis zu begeben, ohne Karten, denkbar schlecht vorbereitet? War er einfach nur ein idealistischer, romantischer Spinner? Oder steckt mehr hinter seinen Taten? Wohlmöglich Sehnsucht? Eine Flucht? Und woran ist seine Reise am Ende gescheitert?
Diese Fragen ziehen sich durch das ganze Buch. Anhand von Tagebucheinträgen, die man bei Chris‘ Leiche gefunden hat, Gesprächen mit den Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet ist, und die ihn kannten, rekonstruiert Jon Krakauer die Lebensgeschichte von Chris McCandless. Je mehr man liest, desto mehr hat man das Gefühl Chris vielleicht ein bisschen zu verstehen. Der Autor schafft es, aus Chris mehr als eine Leiche in einem Bus in Alaska zu machen. Am Ende ist er zu seiner sympathischen Persönlichkeit geworden, ein Mensch mit echten Emotionen und einer Geschichte, den man gerne verstehen möchte. Und auch wenn Krakauer am Ende die Fragen nach dem warum nicht mit Gewissheit beantworten kann, schafft er es doch Verständnis zu wecken. Denn wer hat nicht schon einmal davon geträumt aus der Gesellschaft auszusteigen, wenigstens für eine Zeit, sich aufzumachen, raus aus dem Alltag, aus seiner eigenen Welt? Chris hat dies mit einer Konsequenz umgesetzt, die nur wenige Leute besitzen. Ob er nun mutig oder einfach nur ein Idiot war, wird wohl jeder für sich selbst entscheiden müssen.
Ich gebe für dieses Buch eine klare Leseempfehlung. Entgegen meiner Erwartungen war es sehr spannend geschrieben. Seite um Seite liest man, immer in Erwartung dessen, was diese faszinierende Persönlichkeit im Leben angetrieben hat. Die Gewissheit, dass man hier eine wahre Geschichte liest, macht das Buch nur noch bewegender, ohne zu sentimental zu werden.
Es hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt und selbst drei Wochen, nachdem ich es nun zu Ende gelesen habe, sinniere ich immer noch über Chris und seine Sicht auf die Welt nach. Ein Buch, dass man so schnell nicht vergisst!
Taschenbuchausgabe: 301 Seiten, Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-25067-2
Titel Originalausgabe: Into the Wild
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Link zur Seite der Verfilmung von Sean Penn, die ebenfalls wunderbar gelungen ist, mit einem tollen Emile Hirsch in der Hauptrolle (englisch): www.intothewild.com
Donnerstag, 14. Oktober 2010
[Rezension] Clockwork Angel von Cassandra Clare
| Gebundene Ausgabe: 496 Seiten Verlag: Margaret K. McElderry Verlag, ISBN-13: 978-1416975861 Sprache: Englisc |
Was Izzy dazu sagt:
Freitag, 8. Oktober 2010
Buch des Monats - Oktober
Emma und Dexter, zwei Menschen wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, treffen sich an ihrem letzten Tag im College und verbringen die Nacht zusammen. Was passiert ein Jahr später? Zehn Jahre nach dem College? Bleiben sie Freunde? Werden sie heiraten? Wenn ja, wen? Wird ihr Leben so laufen, wie sie es sich erträumt haben? Immer am 15. Juni treffen wir Emma und Dexter und erfahren, was ihnen im letzten Jahr passiert ist. Und das über einen Zeitraum von beinahe zwanzig Jahren.
Es gibt gleich mehrere Dinge, die dieses Buch von anderen Liebesgeschichten abhebt und zu etwas besonderem macht.
Zunächst ist es nicht ausschließlich eine Liebesgeschichte. Emma und Dexter sind zwei Charaktere, die sich echt anfühlen. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, kann sich der Leser sofort mit beiden identifizieren, mit ihren Ängsten und Wünschen. Und so erfahren wir nicht nur, wie es um die Beziehung zwischen Emma und Dexter steht, sondern auch wie sich ihr Leben entwickelt. Es ist auch ein Buch über die eigenen Erwartungen an sein Leben und wie sich am Ende alles vielleicht anders entwickelt, als man es sich einmal erträumt hat. Das gibt der Geschichte etwas sehr realitätsnahes. Es kommt einem vor, als währen Dexter und Emma zwei Freunde, deren Tagebuch man zufällig gefunden hat. Eine Geschichte wie aus dem Leben gegriffen also.
Genauso echt ist auch die Liebesgeschichte zwischen Emma und Dexter. Sie verfällt niemals in Kitsch oder übertriebenes Drama und ist so meiner Meinung nach für den Leser näher und greifbarer als die meisten Hollywood-Romantikkomödien. Die Beziehung entwickelt und verändert sich zusammen mit dem Leben von Emma und Dexter. Und die große Frage bleibt immer, ob und wann sie zueinander finden.
Dabei ist das Buch auch noch unheimlich spannend geschrieben. Dadurch, dass immer nur ein Tag in einem Jahr im Leben der beiden beleuchtet wird, liest man in der konstanten Erwartung dessen, was wohl als letztes passiert ist und was das für Auswirkungen auf ihr Leben hatte.
„Zwei an einem Tag“ gehört zu den besten und spannendsten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe. Eine klare Empfehlung, für alle, die unkitschige, aber trotzdem gefühlvolle und realitätsnahe Geschichten über das Leben und die Liebe mögen.

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten, Kein & Aber Verlag, ISBN 978-3036955421





















