Mittwoch, 27. Juli 2011

[Buchverfilmung] Erstes Bild von Josh Hutcherson als Peeta und Liam Hemsworth als Gale!!!

Wie der Hunger Games-Fanblog The Hob heute berichtet, wird am Freitag in der amerikanischen Entertainment Weekly etwas zur Verfilmung der Hunger Games/Die Tribute von Panem zu finden sein. Leider kommen wir nicht in den Genuss des Artikels, dafür können wir deutschen Fans uns zumindest das Titelbild ansehen, das von niemand anderen als J. Hutcherson und L. Hemsworth in voller Peeta- und Gale-Montur geziert wird.



Ja, ähm ... 
Ich bin mit beiden optisch immer noch unzufrieden. Aber ich denke, Josh Hutcherson wird das schauspielerisch hinbekommen. Hat jemand von euch mal Interviews von ihm gesehen? Sehr sympathisch der Junge.
Da ich Gale als Charakter schon nicht leiden konnte, beschwere ich mich mal nicht über Liam Hemsworth. Eigentlich ist er als Gale sogar besser geworden ist, als ich erwartet habe.

Was haltet ihr von diesem ersten Bild?
Und will sie jetzt noch jemand mal zusammen mit Jennifer Lawrence als Katniss sehen?

Montag, 25. Juli 2011

[Ich lese gerade ...] Divergent von Veronica Roth

Ich kann nur sagen, dass Room und ich keine Freunde werden. Seit ich die ersten zehn Seiten dieses Buches gelesen habe, liegt es hier rum und ich mag es so gar nicht weiterlesen.  Wahrscheinlich werde ich es zum Ende des Monats lesen, weil ich weiß, dass ich es tun MUSS.  Vorher kann ich mich wohl nicht wirklich dazu überwinden. Also habe ich mir gedacht "Schau doch mal kurz in ein anderes Buch rein". Gesagt getan, schließlich hatte ich ja noch mein ausstehendes Buch des Monats vom Juni im Regal.: Divergent von Veronica Roth. Blöd nur, dass ich nicht mehr aufhören konnte Veronica Roths Erstling zu lesen, hatte ich erstmal damit angefangen. Ich habe es gestern begonnen und jetzt nur noch ca. 100 Seiten vor mir.^^ Das nennt sich mal eine Ablenkung!

Inhalt:
In Beatrice Prior's dystopian Chicago, society is divided into five factions, each dedicated to the cultivation of a particular virtue—Candor (the honest), Abnegation (the selfless), Dauntless (the brave), Amity (the peaceful), and Erudite (the intelligent). On an appointed day of every year, all sixteen-year-olds must select the faction to which they will devote the rest of their lives. For Beatrice, the decision is between staying with her family and being who she really is—she can't have both. So she makes a choice that surprises everyone, including herself.
During the highly competitive initiation that follows, Beatrice renames herself Tris and struggles to determine who her friends really are—and where, exactly, a romance with a sometimes fascinating, sometimes infuriating boy fits into the life she's chosen. But Tris also has a secret, one she's kept hidden from everyone because she's been warned it can mean death. And as she discovers a growing conflict that threatens to unravel her seemingly perfect society, she also learns that her secret might help her save those she loves . . . or it might destroy her.
Debut author Veronica Roth bursts onto the literary scene with the first book in the Divergent series—dystopian thrillers filled with electrifying decisions, heartbreaking betrayals, stunning consequences, and unexpected romance. 

Infos zum Buch:
# Broschiert: 496 Seiten
# Verlag: Harper Collins
# Sprache: Englisch
# ISBN-13: 978-0062084323

Freitag, 22. Juli 2011

[News] Extras in Cassandra Clares Infernal Devices Büchern

Cassandra Clare hat bekanntgegeben, dass es in der Taschenbuchausgabe von Clockwork Angel und in der ersten Auflage von Clockwork Prince (erscheint am 6.12.11) jeweils ein Extra geben wird.

So wird es in der Taschenbuchausgabe von Clockwork Angel eine Kurzgeschichte aus der Sicht von Magnus Bane geben, mit dem Titel "Magnus' Vow". Spielen wird die Geschichte während City of Bones und ich denke jetzt schon darüber nach, um was es sich drehen könnte. So wie man die Autorin kennt, wird es wieder einen wichtigen Bezug zu der Infernal Devices-Reihe haben (ich weiß, wieso sollte die Kurzgeschichte auch sonst in CA erscheinen^^).

Alle, die später die erste Auflage von Clockwork Prince ihr eigen nennen dürfen, können sich auf einen Brief des Charakters Will Herondale an seine Eltern freuen.  Vielleicht kommt man dann seinem ominösem Geheimnis ein wenig näher. Eine sehr ähnliche Variante ist bereits in der italienischen Ausgabe von Clockwork Angel erschienen. Hier wird es aber für Clockwork Prince noch kleine Veränderungen geben, sodass es nicht eins zu eins derselbe Brief sein wird.

Und als wäre das nicht schon toll genug, werden das wohl nicht die letzten Extras sein,  in deren Genuss die Leser von Cassandra Clare kommen werden.
Irgendwie ist es auch wieder eine Möglichkeit, um seine Fans schön ans Kaufen zu bringen, aber leider schreibt sie die meisten Extras zu gut, um einfach an ihnen vorbeizugehen.^^ 
Ich freue mich jetzt schon auf die Kurzgeschichte aus Magnus' Sicht, da er mein absoluter Lieblingscharakter ist, hoffe aber, dass Cassie es ähnlich hält, wie mit dem Brief von Jace und ihn später für alle online stellt.

Nachlesen könnt ihr die Meldung noch einmal hier bei den Mundie Moms.

Dienstag, 19. Juli 2011

[Book meets movie] Ich bin Nummer Vier/ I am Number Four

ZUM BUCH

Image and video hosting by TinyPicInhalt [Rezension vom 15.11.2010]:
Seit er sich daran erinnern kann, ist John Smith auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Mogadorians, die ihn und seinesgleichen tot sehen wollen. John hat nämlich ein Geheimnis: er ist ein Alien und vor zehn Jahren mit seinem Wächter Henri vom Planeten Lorien geflohen. Dieser wurde von den Mogadorians zerstört, weil deren eigene Welt so stark von ihnen geschändet wurde, dass sie begann zu sterben. Lorien, auf dem die Bewohner in Einklang mit der Natur lebten, war der nächstgelegene Planet, dessen Ressourcen man nutzen konnte. Vorher ermordeten die Mogadorians jedoch die komplette Bevölkerung – bis auf neun auserwählte Kinder und deren Cepan – eine Art Wächter und Lehrmeister – die auf die Erde fliehen konnten. Keiner der Neun weiß, wo sich die anderen befinden, denn so sind sie durch einen Zauber geschützt, der festlegt, dass sie nur in Reihenfolge getötet werden können. Doch egal wie gut sie sich verstecken, ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass sie gefunden und ausgeschaltet werden. Wieder wurde einer der Neun ermordet. Das weiß John, als sich eine Narbe in seinen Knöchel einbrennt – die dritte. Es besteht kein Zweifel: Nummer drei wurde getötet. John muss erneut fliehen, dieses Mal noch zurückgezogener leben als zuvor. Denn er ist Nummer Vier. 

They caught Number One in Malaysia.
Number Two in England.
And Number Three in Kenya.
They killed them all.
I am Number Four.
I am next.

Meine Meinung:
Nach einem Prolog startet das Buch direkt aus Johns Sicht, kurz nachdem sich die dritte Narbe in seinen Knöchel eingebrannt hat. Wieder muss er fliehen, wieder eine Stadt hinter sich lassen, in der er sich gerade begann einzuleben. Man merkt schnell, dass er es leid ist wegzulaufen, dass er sich nach einem festen, ruhigen Leben sehnt. Doch genauso schnell merkt man auch, dass das nicht möglich ist. Einzige Konstante in Johns Leben, voller verschiedener Namen und Identitäten, ist sein Cepan Henri. Dieser wurde schon in seiner Kindheit dazu ausgewählt John zur Seite zu stehen, doch in ihrer Zeit auf der Erde ist Henri zu weit mehr geworden – er ist Johns Ziehvater.
Man erlebt wie sie im kleinen Städtchen Paradise, Ohio von vorne anfangen. Schon am ersten Tag, warnt Henri John davor, nicht aufzufallen. Aber genau das scheint ihm vom ersten Schritt, den er in die Schule macht, nicht möglich zu sein. Er legt sich mit dem Footballstar der Schule an, verliebt sich in das Mädchen Sarah. Und endlich erhält John seine erste Fähigkeit – Legacy genannt – die für die Garde von Lorien völlig normal sind. Was für ihn jedoch bedeutet, dass er beinahe einen Zusammenbruch erleidet. Kein guter Start, um angepasst und unauffällig zu sein. Auf anraten von Henri versucht John dennoch nicht aufzufallen, schließlich könnten sie jederzeit fliehen müssen. Als John Sarah jedoch immer näher kommt, sogar Freundschaft mit dem Alienfan Sam schließt, weiß er, dass er alles will, außer weiterhin wegzulaufen.
Die Grundstory von I am Number Four ist nicht wirklich neu. Wer damals die Serie Roswell verfolgt hat, in der es auch um Alienteenager ging, die versuchten ein normales Leben zu führen, wird sich zunächst daran erinnert fühlen. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert und entwickelt seinen eigenen Charme, ja beinahe schon Suchtpotenzial. John und Henri sind zwei sehr liebenswerte Charaktere, die man schnell ins Herz schließt. Johns Zweifel, seine Angst, aber auch sein Mut nicht mehr weglaufen zu wollen, machen ihn aus. Daneben stehen Henris Geduld und sein unerschütterlicher Drang auf John aufzupassen, die väterlicher nicht sein könnten. Auch die Nebencharaktere sind teilweise richtig gut gelungen. Genannt sei Sam, der eine interessante Entwicklung durchmacht und bei dem mich das Gefühl nicht loslässt, dass es da noch einiges zu erfahren gibt. Nur Sarah, die eigentlich ein Hauptgrund dafür ist, dass John nicht mehr weglaufen will, bleibt überraschend blass. Sie ist zu sehr als das perfekte, allseits beliebte Mädchen von nebenan gezeichnet, das seine „böse“ Vergangenheit hinter sich lassen will. Gerade deshalb ist sie eher farblos, was schade ist.
Der Sprachstil ist zu Beginn sehr abgehackt und eher beschreibend, was sich im Verlauf des Buches und insbesondere mit dem Auftauchen von John jedoch legt. Hin und wieder sind einige Passagen in einem ähnlichen Stil verfasst, was den Lesespaß allerdings nicht zu sehr trübt. Das Ende des Buches ist spannend, es bleiben Fragen offen, die einem auf der Seele brennen und man fragt sich, wie es in dieser interessanten Konstellation weitergehen wird.
I am Number Four ist der gelungene Auftakt einer sechsbändigen Reihe, dessen zweiter Band „The Power of Six“ auf englisch im Juni nächsten Jahres erscheinen wird. Zu erwähnen ist ebenfalls, dass die Verfilmung des ersten Buches bereits in den Startlöchern steht und im März 2011 anlaufen wird. Da das Buch sehr actiongeladen ist und eine solide Story mit guten Charakteren geboten hat, werde ich mir den Film nicht entgehen lassen.
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten, HarperCollins Verlag, ISBN-13: 978-0061969553
Sprache: Englisch

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ZUM FILM

Endlich habe ich es in der letzten Woche auch in den Film geschafft. Beim Lesen des Buches habe ich mir die meiste Zeit gedacht, dass es eine super Verfilmung werden könnte. Dementsprechend neugierig war ich dann auf die tatsächliche Umsetzung.

***

Informationen zum Film
Mit: Alex Pettyfer, Timothy Olyphant, Teresa Palmer, Diana Agron, Callan McAuliffe
Regie: D.J. Caruso
Laufzeit: 105 Minuten
Starttermin: 17. März 2011
FSK: ab 12


Afrika bei Nacht, ein Mann und ein Junge werden von seltsam aussehenden Kerlen in schwarzen Mänteln ermordet - so beginnt die Verfilmung des ersten Buches aus der Reihe Lorien Legacies. Gerade diese actionreiche Anfangsszene von Ich bin Nummer Vier konnte sofort bei mir punkten. Auf der Kinoleinwand wirkt der Mord an Nummer drei atmosphärisch dicht und die Mogadorier sind creepy dargestellt. 
Leider kann der Film diesen tollen Auftakt nicht halten, als es für John auf die Flucht geht. Gestört hat mich als allererstes Alex Pettyfer in der Rolle des John. Das liegt aber nicht an seinem Schauspiel, das mir hier wesentlich besser gefallen hat, als in Beastly, sondern viel mehr daran, dass ich mir kaum vorstellen konnte, wie ein Junge mit einem solchen Aussehen in einer so kleinen Stadt unsichtbar werden soll. Ähnlich verhält es sich auch mit Timothy Olyphant in der Rolle des Henri, der mir auch einen Tick zu  jung und attraktiv war. Dafür hat er aus seiner Rolle einiges gemacht, so dass man die meiste Zeit spüren konnte, dass John und Henri eher wie ein Vater Sohn-Gespann sind, das schon vieles erlebt hat. Gerade im Film wird deutlich, wie viel Henri wegen Facebook, Twitter und soweiter tun muss, um John und auch sich selbst zu schützen.
Dagegen ziemlich untergangen - was auch schon in der Buchvorlage nicht anders war - ist Diana Agron als Sara. Das die Frau hübsch ist, bestreitet niemand, doch genau wie Sara im Buch, war es das dann auch schon mit der Charaktertiefe und Diana Agron schafft es nicht, mehr aus ihrer Rolle herauszuholen. Schade um einen Charakter, der mehr Tiefe und Facetten wirklich verdient hätte, allein schon, um Johns unerschütterliche Liebe zu ihr besser nachvollziehen zu können.  Doch die cineastische Umsetzung mag das ebenfalls nicht zu vollbringen. Zugutehalten muss ich dem Film hingegen, dass bei Marks Storyline etwas geändert wurde, was ich grundsätzlich besser fand, da ich nie verstanden habe, warum er sich im Buch am Ende so verhalten hat. Jake Abel macht seine Sache ganz gut, ohne großartig aufzufallen. Hightlight ist für mich Callan McAuliffe, den ich mir direkt als Simon für die Mortal Instruments Verfilmung wünschen würde. Er schafft es, Sam nerdig und ein wenig verpeilt darzustellen, doch gleichzeitig ursmypathisch und hat die ein oder andere lustige Szene. Bei Sams Charakter passt wirklich alles, sei es mit den anderen Schauspielern oder von der schauspielerischen Darstellung her.

Nach einigen kitschigen Szenen, die für den Film wohl nicht fehlen durften, und die diesen hin und wieder in die Länge ziehen, steuert Ich bin Nummer Vier dann auf das große actionreiche Finale zu. Und das kann sich sehen lassen und ist wunderbar gelungen! Die Kampfszenen und Effekte sind auf dem Punkt, ohne überladen oder zu gewollt zu wirken. Ich war beeindruckt von der Umsetzung der Relikte/Legacies, den Fähigkeiten, die die neun Jugendlichen haben. Für den Film wurden sie etwas abgewandelt, was ich allerdings als verständlich und passend empfunden habe. Alex Pettyfer glänzt gegen Ende durch seine Sportlichkeit und hat mir sehr gut gefallen. Ebenso überzeugen konnte auch Teresa Palmer als Nummer Sechs, die mir insofern leidtat, dass Sechs kaum einen Satz herausbekommt, der nicht schlagfertig oder cool sein soll. Dass Sechs tough ist, ist klar, weniger Sprüche wären aber manchmal mehr gewesen, um sie nicht so einseitig, ja teilweise schon überheblich und zickig wirken zu lassen. Optisch ist Palmer zwar das komplette Gegenteil von der Figur im Buch (dort: dunkle Haare, olivfarbene Haut), sie hat ihre Sache aber derart gut gemacht und meiner Meinung nach eine so tolle Chemie mit Pettyfer/Callan McAuliffe, dass ich mich auf weitere Szenen der drei freuen würde.

Ich bin Nummer Vier ist ein netter Film für Zwischendurch, der ein wenig zu stark auf die Optik seiner Darsteller setzt. Um die Zielgruppe im Teeniealter anzusprechen, werden vermeintlich romantische Szenen eingebaut, die den Film besonders zu Anfang ein wenig ausbremsen. Doch gerade im letzten Drittel kann er noch durch tolle Effekte und Kampfszenen, sowie durch ein spannendes Ende punkten, das auf den weiteren Storyverlauf neugierig macht.


Freitag, 15. Juli 2011

[News] Clockwork Prince Prolog online!

Vor einigen Tagen hat Cassandra Clare den Link zum Prolog von Clockwork Prince online gestellt. Von nun an, kann man auf der Seite der Infernal Devices schon einmal einen Vorgeschmack auf den zweiten Teil dieser Reihe bekommen. Ich muss sagen, dass mir der Vorgeschmack wieder sehr gut gefallen hat - hätte am liebsten sofort weitergelesen, aber leider dauert es noch ein wenig bis zum Erscheinen!


Hier der Link zur Leseprobe: Clockwork Prince Prolog


Erscheinen wird das Buch am 6. Dezember 2011 - ich kann es kaum noch erwarten! 

Mittwoch, 13. Juli 2011

[Ich lese gerade ...] Room von Emma Donoghue

Nach einem Schlenker über Wenn ich bleibe lese ich nun endlich mein Buch des Monats. Na ja, besser gesagt versuche ich es, da mich Jacks Kindliche Sicht schon nach 10 Seiten ziemlich annervt. Ich bin sehr gespannt, ob ich noch warm werden kann mit dem Buch. Momentan ahne ich zwar Schreckliches, aber vielleicht weiß es mich ja doch noch zu überzeugen.

Klappentext (amazon) :
It's Jack's birthday, and he's excited about turning five. Jack lives with his Ma in Room, which has a locked door and a skylight, and measures 11 feet by 11 feet. He loves watching TV, and the cartoon characters he calls friends, but he knows that nothing he sees on screen is truly real only him, Ma and the things in Room. Until the day Ma admits that there's a world outside ... Told in Jack's voice, Room is the story of a mother and son whose love lets them survive the impossible. Unsentimental and sometimes funny, devastating yet uplifting, Room is a novel like no other. 

# Taschenbuch: 320 Seiten
# Verlag: Pan Macmillan
# Sprache: Englisch
# ISBN-13: 978-0330519922

Montag, 11. Juli 2011

[Rezension] Wenn ich bleibe von Gayle Forman

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764503512
Originaltitel: If I Stay
Der Inhalt in wenigen Sätzen:
Als Mia morgens aufwacht, scheint ihre Welt noch in Ordnung. Sie sitzt mit ihrer Familie am Frühstückstisch, unterhält sich mit ihnen. Dann machen sie sich auf den Weg zu Freunden, nur eine kleine Autofahrt, die Mias ganzes Leben verändern soll. Denn sie und ihre Familie haben einen schweren Unfall, ihre Eltern sind auf der Stelle tot. Mia selbst verharrt in einem Zustand zwischen Leben und Tod und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Will sie ihren Eltern folgen, um wieder bei ihnen sein zu können? Oder möchte sie weiterleben, mit ihrem Freund Adam zusammensein und die schwere Zeit, die auf sie zukommen wird, auf sich nehmen?


Der erste Satz:
„Alle glauben, dass es am Schnee lag.“
Was Izzy dazu sagt:
Mias Leben ist bestimmt von der Musik. Sie selbst ist eine begabte Cellistin, ihre Eltern frühere Punker. Irgendwann lernt sie den ebenso von Musik begeisterten Adam kennen und die beiden verlieben sich. Doch obwohl es die Musik ist, die die zwei zusammenführt, scheint diese es auch zu sein, die sie wieder auseinander reißt. Denn Mia könnte ein Stipendium für die renommierte Julliard in New York bekommen. Adam, ihr Freund, ist gerade auf dem Weg mit seiner Band Shooting Star Karriere zu machen. Hin und her gerissen zwischen ihrer Liebe zu Adam und dem Traum vom Musizieren, weiß Mia nicht, wie sie sich entscheiden soll.
Dann kommt es zu dem Unfall und alles ändert sich und ist gleichzeitig so, wie es auch vorher war. Denn noch intensiver muss Mia sich eine Frage stellen: Soll sie gehen oder bleiben?

Von Beginn an sind alle Charaktere auffallend authentisch. Seien es Mias Eltern, die eine turbulente Punkervergangenheit haben, der Rest ihrer Familie oder Mia selbst. Jeder hat seine eigene Geschichte, in der unterschwellig auch die Stärken und Schwächen der Charaktere aufgezeigt werden. Besonders schön finde ich Mias Verständnis und Liebe zur Musik, insbesondere zum Cellospielen, dargestellt. Mit jedem Satz wird deutlich, welch einen Stellenwert die Musik im Leben ihrer Familie und damit auch für Mia als Erzählerin der Geschichte hat. Gerade dieser Aspekt wird in wunderschöner Sprache von der Autorin umgesetzt.
Um ihre Charaktere aufzubauen, schwankt Gayle Forman zwischen der Ist Zeit, dem Tag an dem Mia verunglückt, und Rückblenden, die Mia in ihrer Kindheit und Jugend zeigen. Dabei lernt man viel über ihre Liebe zum Cellospielen und wie es dazu kam. Aber auch darüber, wie beschützt und geliebt sie zwischen ihren Eltern, die alles andere als langweilig waren, aufwächst. Fokus liegt aber auch auf Adam, Mias Freund. Adam ist, wie es auch im Buch erwähnt wird, schlichtweg cool. Er hat einen guten Humor und hat in den Rückblenden oft dafür gesorgt, dass ich lachen musste. Umso besser konnte ich auch seine Seite verstehen, seinen Kampf um Mia schätzen, der beinahe schon ausweglos scheint.
Die Charaktere sind so stark gelungen, dass das Lesen mich nicht kaltließ. Es war ein regelrechtes Gefühlswirrwarr, das ich durchlebt habe, während ich Mia bei ihrer Entscheidungsfindung begleitete. Auch ich als Leserin war hin un hergerissen. Sie hatte so wunderbare, liebevolle Eltern, denen sie verständlicherweise am liebsten folgen möchte. Auf der anderen Seite gibt es aber noch immer Menschen, die wollen, dass sie zu ihnen zurückkehrt. Was macht man in so einer Situation?
Gayle Forman findet ihren ganz eigenen Zugang zu dieser Frage und auch die für das Buch passende Antwort.

Fazit:
Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, es ließ mich nachgrübeln und einige Passagen verinnerlichen, weil sie so schön waren.
"Wenn ich bleibe" ist auf den ersten Blick ein kleines dünnes Buch, doch nachdem ich die ersten Seiten aufgeschlagen hatte, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. In einer wunderschönen, aber nie kitschigen Sprache, breitet Gayle Forman die Geschichte um Mia aus, einem Mädchen, das die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen muss und mich damit sehr berührt hat.


Im Juni 2011 ist ein Folgeband unter dem Titel Lovesong erschienen, in dem es um Adam geht. Da er mir als Charakter so stark ans Herz gewachsen ist, werde ich das Buch auf jeden Fall noch lesen.