Montag, 27. Januar 2014

[Rezension] Vollendet - Der Aufstand von Neal Shusterman

  •  *Leseprobe*
  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: FISCHER Sauerländer
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3737367189
  • Originaltitel: Unwholly

Klappentext:

Du hast geglaubt, es ist vorbei?

Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.


Der erste Satz:

          Als sie ihn holen kommen, hat er gerade einen Albtraum.


Das sagt Lucy:

Zuerst war ich etwas skeptisch, als ich herausfand, dass Vollendet kein Einzeltitel ist. Ich war mir vor dem Lesen unsicher, ob mich der zweite Teil ebenso überzeugen und faszinieren und schockieren können würde wie Band1, denn so recht wusste ich nicht, was da noch Neues kommen könnte. Aber Vollendet - Der Aufstand überrascht mit frischen Ideen und Blickwinkeln, altbekannten und neuen Charakteren, die - jeder auf seine eigene Art und Weise - interessant sind. Und es ist genauso spannend aufgebaut und geschrieben wie sein Vorgänger.

Vollendet - Der Aufstand knüpft direkt an die Geschehnisse aus Band1 an und macht es einem dadurch leicht, wieder in die Story zu finden. Als zusätzlich Hilfe, um sich an alles und jeden erinnern zu können, finden sich ganz zu Beginn auch noch ein paar Erklärungen zu grundlegenden Begriffen und wichtigen Personen aus dem ersten Teil.

Denn Conner, Risa und Lev spielen natürlich auch in diesem Band eine tragende Rolle, rücken neben drei weiteren, neuen Protagonisten allerdings ein klein wenig in den Hintergrund. Oftmals erfährt man nicht aus ihrer Sicht, was sie gerade machen und wie es ihnen geht, sondern wir erfahren es indirekt über Starkey, Cam und Miracolina, die im Laufe der Geschichte jeder auf einen unserer Helden aus Band 1 treffen.

Starkey ist ein Storch, ein Junge, der als Neugeborenes von seiner Mutter vor die Haustüre einer anderen Familie gelegt wurde; er und seinesgleichen werden in dieser Welt ziemlich ungerecht behandelt, findet er, und hegt deshalb einen ziemlichen Hass gegen sie. Er ist stur und aggressiv, aber er verfügt über diese gewisse Art von Überzeugungskraft, die es ihm leicht macht, große Mengen für sich zu gewinnen. Im Geheimen sammelt er eine Storch-Gruppe um sich und plant einen Hinterhalt. Die Frage ist, wird sie am Ende den richtigen treffen oder wird alles außer Kontrolle geraten?

Miracolina ist ein Zehntopfer, so wie es einst auch Lev gewesen ist, und sie freut sich auf ihre Umwandlung. Sie hat keinerlei Zweifel an der Richtig- und Notwendigkeit der Sache, selbst dann nicht, als ihre Eltern es sich anders überlegen und die Abholung ins Erntecamp rückgängig machen wollen. Die Frage ist, wird Lev ihre Meinung ändern?

Und dann ist da noch Cam, ein Wesen geschaffen aus sehr, sehr vielen Wandlern. Faszinierend und erschreckend zugleich, mit sich selbst und all den fremden Teilen, aus denen er besteht, im Zwiespalt. Die Frage ist, hat Cam eine Seele und eine eigene Persönlichkeit? Hat er ein Recht darauf zu leben? Und wer entscheidet so etwas überhaupt?

Aus der dritten Person im Präsens bekommt der Leser die verschiedenen Sichten zu lesen. Neben unseren sechs Protagonisten dabei auch Kapitel aus der Sichtweise von Teilepiraten und Eltern, was einem einen guten Gesamteindruck vermittelt und zeigt, dass diese dystopische Welt nicht nur Schwarz und Weiß ist und es nicht auf jedes Problem die eine richtige Antwort gibt.

Ich bin nun nur sehr gespannt auf den dritten Band, denn Vollendet - der Aufstand hat einen auf jeden Fall mit einem fieseren Cliffhanger zurück gelassen als sein Vorgänger.

Fazit:

Für einen zweiten Teil, der viel Neues und Überraschendes und einige, interessante, neue Charaktere geboten hat; für erschreckende und faszinierende Themen; für nachdenklich stimmende und spannende Lesemomente und für Neal Shustermans simple, aber aussagekräftige, authentische Art zu schreiben; dafür gibt es von mir 6 Wombats!



             

Sonntag, 19. Januar 2014

[Rezension] Die Verschworenen von Ursula Poznanski

  •  *Leseprobe*
  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN-13: 978-3785575475
Inhalt:

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.

Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.


Der erste Satz:

          Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung.


Das sagt Lucy:

Der Vorgänger zu diesem Buch, Die Verratenen, war eine meiner ersten Rezensionen. Ich weiß noch, dass ich sie im Zug auf dem Heimweg von der Frankfurter Buchmesse 2012 geschrieben habe. Und dass ich ziemlich begeistert gewesen bin - von der Thematik, vom Schreibstil, von der Auswahl der Charakter-Namen und auch von der Autorin, die ich kurz zuvor auf einer Lesung erlebt und auf Anhieb ur-sympathisch gefunden hatte.

Die Erwartungen an Band 2 waren also groß. Und ich muss gestehen, dass Die Verschworenen ein Auf und Ab für mich gewesen ist - allerdings ein Auf und Ab, das mit einem sehr langen Auf geendet hat.

Der Einstieg beinhaltet eine starke Szene, die mich erschreckt und fasziniert hat und mir die Welt der Prims näher gebracht hat. Dabei gefallen hat mir sowohl Rias Reaktion, als auch die von Sandor. Doch anschließend geraten die Handlung und die Interaktionen der Charaktere untereinander etwas ins Stocken. Ria und der Rest ihrer kleinen Gruppe sind "gefangen" in der Stadt unter der Stadt, leben dort ihr stilles, geheimes Leben, von dem nur wenige der Clanbewohner, unter anderem Sandor, etwas wissen. Während Aureljo plant, sie alle in eine Sphäre einzuschleußen und herauszufinden, warum man sie für Verräter hält, distanziert Ria sich; sie verbringt sehr viel Zeit in der Bibliothek. Ein Übergangskapitel folgt dem anderen, und ständig habe ich darauf gewartet, dass irgendetwas Bahnbrechendes passiert. Doch das tat es nie. Ich kam mir vor wie Ria, die wochenlang in der Bibliothek hockt, verzweifelt nach Jordans Chronik sucht und ab und an mal ein Fitzelchen, aber nie etwas Konkretes, nie etwas, womit sie tatsächlich etwas anfangen könnte, in die Finger kriegt.

Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, war genau das vielleicht die Absicht der Autorin, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Ganze etwas flotter von statten gegangen wäre. Doch der Rest des Buches hat (zum Glück!) alles wieder wett gemacht.

Spannend wie nur Ursula Poznanski es kann, wird Rias Rückkehr in die Sphären beschrieben. Dort versucht sie mehr herauszufinden, über die Beziehung, über die gesamte Situation zwischen Sphären und Clans und darüber, weshalb man sie, Aureljo, Tomma, Dantorian und Tycho für Verräter hält und tot sehen möchte. Und lüftet dabei ein Geheimnis, das mich ebenso schockiert und überrascht hat wie die Protagonistin. An dieser Stelle ein Lob an die Autorin, die es geschafft hat, den Leser mitfiebern und ihn über die Auflösung tatsächlich eineindreiviertel Bände über im Dunkeln tappen zu lassen.

Als positiv empfand ich auch die Entwicklung, die Ria im Laufe des Bandes durchmacht. Ist sie in Teil 1 noch die gut ausgebildete Studentin, die jede Entscheidung durchdenkt und mit Vernunft löst, wird sie nun emotionaler. Ihr unterlaufen Fehler, aber sie beginnt auch, die Prims besser zu verstehen. Und sie merkt, dass es nicht so einfach ist, für jedes Problem eine Lösung zu finden.

Dass der Auslöser für all das hauptsächlich Sandor sein wird, war mir schon beim Lesen des ersten Bandes klar. Und ich kann das absolut nachvollziehen: Sandor ist eine unglaublich faszinierende, interessante, weil in sich widersprüchliche Persönlichkeit - gutaussehend noch dazu. Ich fand es sehr authentisch dargestellt, wie sie sich von Aureljo distanziert, sie sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln und sie mehr Nähe und Affektion Sandor gegenüber empfindet. Er lehrt sie vieles über seinen Clan und unternimmt mit ihr ein paar Ausflüge an die Oberfläche, die ihr eigentlich nicht gestattet sind und die sie so vermisst, während sie unter der Erde lebt. Dies sind die Stunden, die sie am meisten genießt und herbeisehnt. Ich hätte es nur schön gefunden, wenn sie erst mit Aureljo geredet und Schluss gemacht hätte, bevor sie sich auf Sandor eingelassen hat.


Ich kann es kaum abwarten, Band 3 in die Finger zu kriegen!

Fazit:

Für eine Geschichte, die am Anfang etwas langsam in Gang kommt, dann aber so spannend ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte; für Ursula Poznanskis spannende, nervenaufreibende Art zu schreiben; für eine Protagonistin, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt und Nebencharaktere, die einem ans Herz wachsen; dafür bekommt Die Verschworenen von mir 5,5 von 6 Wombats!



Buchtrailer zu Die Verschworene:

              
                                                              

Mittwoch, 1. Januar 2014

[Buch des Monats] Januar 2014

Hallo ihr Lieben,

wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen!

Unser erstes Buch des Monats in 2014 wird ein Poznanski-Buch sein, und zwar der zweite Teil ihrer dystopischen Trilogie um Ria und die Verratenen-Verschworenen. Einfach weil es grandios ist und zum Erscheinungstermin auf unserem Blog zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.

  •  *Leseprobe*
  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN-13: 978-3785575475

Inhalt:

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann.

Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.


Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.










Habt ihr den Band schon gelesen? Seid ihr auch so große Fans der Reihe?

                              

Dienstag, 31. Dezember 2013

[treasure trove of book quotes] November/Dezember 2013

Zum Abschluss des Jahres noch einmal unsere letzten Zitate-Schätze aus dem Jahr 2013!
Lasst es euch gutgehen und kommt gut ins Jahr 2014!!!

Lucy

Wir in drei Worten

         "Das widerspricht doch jeglicher Logik", beklagt er sich häufig. "Warum sollte ein Mann, der sich mit Frauen umgibt, homosexuell sein? Bei Hugh Hefner vermutet man das doch auch nicht. Wahrscheinlich sollte ich den ganzen Tag in Morgenmantel und Hausschuhen herumlaufen." (S. 24)

         "Tut mir leid", entschuldige ich mich.
"Entschuldigung", murmelt er auf diese reflexartige britische Art, die es verlangt, dass man bedauert, bei anderen Menschen eine Entschuldigung provoziert zu haben.(S. 67)

         Ich glühe. Die Obdachlosen auf der Straße könnten sich um mich versammeln und sich die Hände an mir wärmen. (S.70)


         Streng ermahne ich mich, dass ich mich glücklich schätzen sollte, solche Freunde an meiner Seite zu haben, und sage mir, dass man sich als Single daran gewöhnen muss, auch mal alleine zu sein, und keine Entschuldigungen erfinden darf, um sich ständig mit anderen Leuten zu umgeben. Aber das ändert nichts daran, dass ich mich einsam und leer fühle. (S. 98)


Die Liebe deines Lebens

           Eigentlich glaubte ich fest daran, dass die meisten Dinge möglich waren, wenn man sich richtig für etwas engagierte, aber ich war auch realistisch: Das galt für die meisten, aber eben nicht für alle Dinge. Und in Adams Fall konnte ich es mir nicht leisten, allzu viel riskieren, denn wenn es schiefging, war das Ergebnis womöglich endgültig. (S. 179)

           Vielleicht reichte es nicht aus, dass ich es erkannt und mir eingestanden hatte, vielleicht musste ich es laut aussprechen. Ich blickte auf, sah Simon an, als könnte mein herzzerreißend ehrliches Geständnis ihn dazu bringen, die Augen zu öffnen.
"Ich habe mich in Adam verliebt." (S. 271)

            Adam schlief, und ich lag in seinen Armen, mein Kopf bewegte sich im Rhythmus seines Atems auf seiner Brust und ich fühlte mich zufrieden, wunschlos glücklich und sehr schläfrig. Etwas an seinem Herzschlag, seinem Atem, an der Tatsache, dass er lebte, hatte mir in den meisten Nächten, die wir gemeinsam in diesem Zimmer verbracht hatten, geholfen zu entspannen. Es war etwas, was mein Buch "Wie man seine Gedanken beruhigt und in den Schlaf findet" nicht erwähnt hatte: Verlieb dich in einen schönen Mann und lausche seinem Herzschlag. (S. 329)

Herz aus Eis

             Sie blickten von ihr zu ihrer Mutter und wieder zurück. Und Hazel sah zum ersten Mal, was die anderen sahen. Ihre Mutter war weiß, hatte blaue Augen und hellbraunes Haar. Hazel hatte tiefschwarzes Haar, seltsame große braune Augen und dukelbraune Haut. Die Leute musterten Hazel und Hazel musterte die Leute - und ihr fiel auf, dass alle auf die eine oder andere Art zusammenpassten. (S. 24)

             Manche Dinge bemerkt man erst, wenn sie nicht mehr da sind. Wie die Gewissheit, dass der Körper ein großes Ganzes ist und es etwas gibt, das einen davon abhält, in alle Winde verstreut zu werden. Jetzt fürchtete Hazel, die Bodenhaftung zu verlieren und davon geweht zu werden. (S. 60)

             "Die Prinzessin rettet den Ritter, was?"
Hazel trat nervös von einen Fuß auf den anderen. "Ja, so ähnlich."
"Hoffentlich macht das dem Ritter nichts aus."

Izzy


Tanith Low - Die ruchlosen Sieben

 ~ "Du hast gesagt, ich bin eure erste Wahl."
  "Bist du auch. In unseren Herzen. In der alphabetischen Reihenfolge kommt Dusk allerdings vor dir." ~ (S. 36)

~ „Jack, bitte. Warte, bis ich ausgeredet habe.“
„Du hattest ausge-“
„Bitte unterbrich mich nicht ständig. Wir sind ein Team. Wir sind eine Mannschaft. Wir sind eine Truppe.In keinem dieser Wörter kommt ein I wie in ich vor.“~ (S. 55)

~ Groß, schlaksig und blass und mit schwarzem Haar, das wie eine tote Krähe auf seinem Kopf hockte, gehörte Wilhelm nicht zu den Personen, die auf den ersten Blick beeindruckten. Doch im Unterschied zu anderen Menschen, die bei der ersten Begegnung keinen besonderen Eindruck hinterließen, beeindruckte Wilhelm auch nach längerer Zeit nicht. Im Gegenteil. Wenn so etwas überhaupt möglich war, beeindruckte er im Lauf der Zeit immer noch weniger. Was an sich schon beeindruckend war. ~ (S. 59)

~ Jack kletterte aufs Dach, setzte sich an den Rand und ließ die Beine baumeln. Was hatte es für einen Sinn, so lang zu leben, wenn man am Ende nichts vorzuweisen hatte? Was hatte es für einen Sinn, so lang zu leben, wenn man die lange Zeit mit niemandem teilen konnte? ~ (S.97)

Momo 

"Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit." ~ (S.57)

"Gesparte Zeit ist doppelte Zeit!" ~ (S.69)
 

Let the Sky Fall

"I hope she finds what she's looking for. Until she does, I'll be here. Alone, under the calm sky. Waiting for the wind to return. (Vane)

"When you touched me, it yanked me back. So just do that again, and I'll come back. For you." (Vane)

"When someone you love dies, part of you dies with them. It's why you're never the same after losing someone. And the winds that touch you carry the loss with them." (Audra)

We're falling, fast and hard. I can't be sure-but I have a feeling the girly scream comes from me. (Vane)

"Who are you?" a man's voice asks, and I nearly pee my pants. (Vane)

Firelight 

"Er kann mich nicht klauen. Ich bin kein Spielzeug, über das zwei kleine Jungs sich streiten können." 

"Ich hab dich nicht vergessen", flüstere ich mit einer fremden Stimme, die nicht mir, sondern jemand anderem zu gehören scheint. Jemandem, der bereit ist, alles zu riskieren, um seinem Herzen zu folgen. "ich könnte dich nie vergessen."

Donnerstag, 26. Dezember 2013

[Rezension] Die Liebe deines Lebens von Cecelia Ahern

Inhalt:

LIEBE IST … ZU LEBEN!

Christine & Adam. Eine Liebesgeschichte, die das Leben verändert.

Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag wird sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist! Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt …


Der erste Satz:

          Man sagt, der Blitz schlägt nie zweimal ein.  



Das sagt Lucy:

Der Blitz schlägt nie zweimal an der gleichen Stelle ein. Mit diesem Sprichwort beginnt der neue Cecelia-Ahern-Roman. Doch wird es sogleich wiederlegt, denn Christine, die 33-jährige Protagonistin, erlebt gleich zweimal mit, wie sich jemand das Leben nehmen will. Das erste Mal ist sie überfordert, überrumpelt und machtlos und schafft es nicht, die Person von ihrem Vorhaben abzuhalten. Aber als sie auf der Ha'penny Bridge einen jungen Mann auf der anderen Seite des Geländers sieht, verzweifelt und mit dem Gedanken spielend, sich hinabzustürzen, fasst sie einen Entschluss. Sie würde alles daran setzen, diesen Selbstmordversuch zu verhindern - auch, wenn das bedeutet, sich an einen Wildfremden zu klammern und ihm zu versprechen, seinen Lebenswillen, ja sogar seine Freude am Leben wiederfinden zu können. 

Tatsächlich steigt Adam darauf ein und es entsteht folgender Deal: Zwei Wochen hat Christine Zeit, ihn von der Schönheit und Sinnhaftigkeit des Lebens zu überzeugen, ihm dabei zu helfen, seine Ex-Freundin zurückzugewinnen und seine familiären und beruflichen Probleme wieder in Ordnung zu rücken, die untrennbar miteinander verbunden sind und unmöglich zu lösen scheinen. 

Mit Die Liebe deines Lebens ist Cecelia Ahern endlich einmal wieder eine Geschichte gelungen, bei der für mich alles - Schreibstil, Charaktere, Handlung, Message - gestimmt hat. Ihre letzten Werke haben mich längst nicht so bewegen können wie ihr Debütroman und auch den Bezug zur Realität, den ich in P.S.: Ich liebe dich so geschätzt hatte, habe ich dort vermisst. Doch Christine, Adam und ihr Alltag sind aus dem Leben gegriffen und real. 

Christine arbeitet als Jobvermittlerin, auch wenn ihr Arbeitsraum genauso gut als Psychologen-Büro durchgehen könnte. Nicht nur, dass sie dort ein Buchregal voller Selbsthilferatgeber bunkert, nein, sie ist auch stets darauf bedacht, dass ihre Kunden es glücklich und zufrieden verlassen. Sie ist gut darin, anderen zu helfen, ihnen mit Tat und Rat zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen, ihre Hürden zu meistern. Geht es aber um ihr eigenes Leben, wird es schon schwieriger. Sie ist zwar verheiratet, aber nicht besonders glücklich. Krampfhaft, mit ihrer Sammlung von Selbsthilferatgebern sucht sie nach Glücks- und Ruhemomenten, nach Geborgenheit und der einzig wahren Liebe - findet allerdings nur innere Unruhe und ein flaues Gefühl im Magen. 

Dass sie versagt hat, als es drauf ankam, dass ein Mann versucht hat, sich in ihrer Gegenwart umzubringen und seither im Koma liegt, mindert diese Negativgefühle nicht unbedingt. Umso verständlicher war es für mich als Leserin, dass sie sich wie eine Besessene auf Adam "gestürzt" hat; dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihm zu helfen. Erst mit Tipps aus ihren Ratgebern, dann mit persönlicheren, improvisierten Selbstversuchen. Dass sie sich dabei verliebt, war abzusehen. Doch ihre gemeinsame Geschichte ist so herzergreifend, dass das Buch keine Minute lang langweilig wurde.

Außerdem konnte ich mich mit Christine, aus deren Ich-Perspektive das Ganze beschrieben wird, so gut identifizieren wie schon lange mit keinem Charakter mehr. Ich war Christine beim Lesen ... ich war unsicher mit ihr, ich war verzweifelt mit ihr, ich war traurig, schlaflos, fröhlich, hatte Herzklopfen bis zum Hals. Noch dazu hat Adam es mir ziemlich angetan. Ja, ich wollte diesem traurigen, hochsensiblen Kerl, der auch noch verdammt gut aussieht, unbedingt wieder auf die Beine helfen.

Besonders gefallen hat mir, dass die Nebencharaktere so authentisch dargestellt waren und auch in Zusammenhang mit ihnen Probleme angesprochen werden, die wir aus unserem Alltag kennen könnten: Adam hat einen Vater, der ihn nicht versteht und scheinbar auch gar nicht verstehen will, eine Schwester, die ihm Ärger macht statt den Rücken zu stärken und eine Ex-Freundin, die ihn mit seinem besten Freund betrügt. Und Christines beste Freundin sorgt sich mehr um ihre kranke Mutter, die sie Zuhause pflegt, als ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Dass Cecelia Aherns Schreibstil zu einen meiner liebsten gehört, muss ich eigentlich gar nicht mehr erwähnen, weil ihr es ohnehin schon wisst; tue es aber dennoch. Mit ihren Formulierungen, ihren Vergleichen und Metaphern, ihren Dialogen und den Gedankengängen ihrer Charaktere trifft sie mich immer mitten ins Herz. 

Fazit:

Für Cecelia Aherns feinfühligen, bildhaften Schreibstil; für eine Protagonistin, mit der ich mich ganz wunderbar identifizieren konnte; für liebenswerte Charaktere und echte Probleme; für ein paar Tipps, das Leben genießen zu lernen und die Erkenntnis, dass alle Tipps nicht helfen, wenn der Kopf und das Herz nicht mitspielen und man sich mit den falschen Leuten umgibt; für ein Cecelia-Ahern-Buch, wie ich es liebe, gibt es von mir 6 Wombats!



Und weil die Rezi nicht mehr ganz pünktlich zu Weihnachtem kam, wünsche ich euch an dieser Stelle noch ein paar schöne letzte Dezembertage! Ich hoffe, ihr hattet alle ruhige, wunderschöne Weihnachtsfeiertage und kommt gut ins neue Jahr! :-)

Alles Liebe,
eure Lucy

Sonntag, 22. Dezember 2013

[Leserückblick 2013] Lucys Tops, Flops und alles, was sie sonst noch so bewegt hat ...

Hallo ihr Lieben,

nachdem Izzy euch gestern ihre Tops und Flops des Jahres 2013 vorgestellt hat, bin heute ich an der Reihe:
 

Lucys Lesejahr 2013


Lesetop


Wenn ich meine Liste durchgehe, dann kann ich behaupten, dass ich dieses Jahr sehr viele Topbücher lesen durfte. Aber Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater, Himmelsfern von Jennifer Benkau, Der Mann, der den Regen träumt von Ali Shaw und Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern stehen definitiv und zu Recht ganz, ganz oben auf eben genannter Liste.


Leseflop


Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit von Veronica Roth.

--- Auch wenn ich Bücher gelesen habe, die ich sprachlich, plottechnisch, charaktermäßig viel mieser fand, war die Fortsetzung zu Die Bestimmung für mich die größte Enttäuschung. Es hat mir richtig weh getan und mich verwirrt, wie chaotisch und seltsam alles plötzlich war - die Handlung, Tris, die Beziehung zwischen Tris und Four. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich etwas komplett anderes erwartet hatte.

Ich hab nach dem gelungenen Ende aber noch ein bisschen Hoffnung, dass der dritte Teil es wieder rausreißen wird. Bitte, Veronica Roth, enttäusch mich nicht!


Bester erster Satz



Der Regen begann mit einem einzelnen sanften Tippen an ihr Schlafzimmerfenster, dann noch eins und noch eins, und schwoll schließlich zu einem stetigen Prasseln gegen die Scheibe an.
(Der Mann, der den Regen träumt von Ali Shaw)

--- Einfach, weil ich den Regen liebe und mich das Buch schon mit diesem einen Satz hatte. Und weil ... Ali Shaw, mehr gibt es dazu nicht zu sagen! <3

Bester letzter Satz


Der Himmel würde alles wieder gutmachen. (Himmelsnah, e-Short zu Himmelsfern)

(wobei es ja genau genommen gar kein letzter Satz ist, sondern eher ein Einstieg in Himmelsfern.)

Schönstes Cover



 

Der Nachtzirkus.

Das Cover hat mich von seinem Platz im Buchhandlungs-Regal aus angefunkelt und mich förmlich angeschrien: Kauf mich! Du musst nicht einmal den Rückseitentext lesen! Vertrau mir! Ich seh doch so wunderwunderwunderschön aus!

Ich halte, wenn ich an dem Teil meines Bücherregals vorbeikomme, an dem Der Nachtzirkus steht, gerne einen klitzekleinen Moment inne, um das Cover anzustarren und lächelnd an all die Beschreibungen der Zirkuszelte aus dem Buch zu denken.





Beste Buchverfilmung




Catching Fire.
 
(auch wenn sie Haymitchs Hungerspiele nicht gezeigt haben! Was mich immer noch sehr traurig und ein bisschen wütend macht!)

Sehr buchnah, grandiose Schauspieler, tolles Setting und sooo viel Emotion.


 
    

Hat mich am meisten bewegt/aufgebracht/ect.


- Ein ganzes halbes Jahr hat mich sehr, sehr, sehr nachdenklich zurückgelassen und ich denke, ich hab viel mitgenommen von dieser Geschichte. Ich bin eigentlich der Meinung, dass es sich immerimmerimmer lohnt zu leben und zu kämpfen und zu versuchen, mit Schicksalsschlägen so gut wie möglich umzugehen, aber mit Will hat Jojo Moyes einen Charakter geschaffen, der mich mitgenommen hat in seine Sicht der Dinge. Und es war so real, ich konnte die Hilflosigkeit und Verzweiflung spüren und am Ende fand ich es immer noch nicht gut, wie er sich entschieden hat, aber ich konnte es irgendwo nachvollziehen.

- Am meisten berührt hat mich Every Day von David Levithan mit seiner Geschichte über einen Menschen, eine Seele, die jeden Tag in einem neuen Körper aufwacht. Da war so viel Gefühl und so viel Wahrheit.

- Am meisten geweint habe ich bei der Catching Fire Verfilmung.

- Am meisten aufgebracht hat mich, dass sie in der City of Bones Verfilmung tatsächlich schon alle Geheimnisse vorweg genommen haben.

- Total verstört hat mich Die drei Leben der Tomomi Ishikawa. Wundervoll geschrieben, wirklich, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Aber die Auflösung hat mich so bestürzt und fassungslos zurückgelassen, dass ich meine Gedanken dazu immer noch ordnen muss, bis ich endlich die Rezension schreiben kann.

- Am meisten mitgefiebert habe ich mit Percy Jackson und Annabeth Chase in Tartarus.

- Am meisten verstanden gefühlt habe ich mich von Karou aus Daughter of Smoke and Bone und Christine aus Die Liebe deines Lebens


Liebster Charakter


Corbin, Gansey, Corbin, Gansey, Corbin, Gans- muss ich mich wirklich für einen "Raven Boy" entscheiden? Die haben es mir beide sofort und heftigst angetan - obwohl sie grundverschiedene Persönlichkeiten sind: Corbin mit seiner grummeligen, knallharten Art, seiner Gitarre, seinem großen-Bruder-Beschützerinstinkt und seiner gesamten Vorgeschichte. Gansey mit seiner ganzen unwiederstehlichen Gansey-Haftigkeit; seinen leicht verwuschelten Haaren, seiner Begeisterungsfähigkeit, seinem Lächeln und dem Leuchten in den Augen, und natürlich seiner Art, sich um seine Freunde zu sorgen und zu kümmern.

Am meisten gehasster Charakter


Und Platz 1 für den meist gehassten Charakter meinerseits geht an Eve & Caleb aus Eve & Caleb - weil sie flach und nervig und voller Klischees sind (und weil die Autorin es gewagt hat, aus Caleb so eine un-calebhaftige Person zu machen. Entschuldigt, das musste ich einfach mal loswerden, obwohl das leider niemand außer Izzy so richtig verstehen kann; denn Izzy hat mit ihrem OC Caleb meinen Traummann erfunden und der ist so ganz anders als der Caleb aus Eve & Caleb, bei dem der Name einfach falsch klingt.)

Schönstes Liebespaar 


Das schönste Liebespaar sind für mich Joy und Neél aus Dark Canopy/Dark Destiny.

Ganz einfach weil sich die Liebe bei den beiden so schön langsam und realistisch entwickelt, weil die beiden alles füreinander tun würden, sich selbst dabei aber stets treu bleiben.

Schönste dargestellte Freundschaft


Maggie Stiefvaters Raven Boys waren schon echt klasse, aber ich denke hier machen das Rennen für mich Noa und Dominic aus Himmelsfern. Viel zu selten werden Mädchen und Junge in Büchern und Filmen nur als beste Freunde dargestellt, dabei ist dies durchaus möglich. Jennifer Benkau schreibt mit Noa und Dominic ein tolles Beispiel und dafür bin ich ihr sehr dankbar. 

Die größte Überraschung


Das wird ganz und gar Percy-Jackson-lastig, denn die größten Überraschungen waren für mich ...

1. ... dass der Film zu Percy Jackson - Sea of monsters kein kompletter Flop gewesen ist
2. ... Nico di Angelos Gefühle Percy gegenüber


Schönster Autorenmoment


Die hatte ich alle beide auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Einmal mit Kerstin Gier, als sie mich angrinste und sagte: Bereit, wenn du es bist! Es war nur eine ganz flüchtige, nette, witzige Geste der Autorin, aber für mich hatte es etwas sehr Magisches. Als wären wir kurz in ihrem Buch gelandet und hätten einen Insiderwitz geteilt ... oder so. :-D



Und dann ging für mich ein Traum in Erfüllung, als ich Cecelia Ahern live gegenüberstand. Wie manche von euch vielleicht schon mitgekriegt haben, liebe ich ihre Bücher, ihre Art, Dinge zu sehen und zu beschreiben, und ich hab mich unheimlich gefreut, dass sie all das, was sie schreibt auch selbst ausstrahlt. Das hat mir bestätigt, dass sie das, was sie aufs Papier bringt, wirklich glaubt und das macht ihre Bücher nun noch ein stückweit authentischer ... und lässt sie mich nur noch mehr lieben.


Highlight 2014


Ich freue mich riesig auf die Buchverfilmungen zu

1. Das Schicksal ist ein mieser Verräter
2. Die Bücherdiebin




und auf die Rückkehr von Isabel und Cole, meinen Lieblingen aus der Mercy-Falls-Trilogie von Maggie Stiefvater. Außerdem sehne ich den Tag herbei, an dem der letzte Heroes of Olympus Band erscheint. Rick Riordans Cliffhanger machen mich wahnsinnig!

Samstag, 21. Dezember 2013

[Leserückblick 2013] Izzys Tops, Flops und alles, was sie sonst noch so bewegt hat ...

Izzy:

Kaum zu glauben, aber das Jahr ist fast schon wieder zu Ende. Lucy und ich hatten viele tolle Leseerlebnisse, die wir gerne mit euch teilen möchten. Ich danke euch für die lieben Kommentare hier oder auf Facebook; die tollen Neuentdeckungen, die ich durch so manche von euch gemacht habe und für nette Begegnungen auf der Frankfurter Buchmesse!

Nun aber los, mit meinem Jahresrückblick 2013!

****    

Schönster Autorenmoment


Derek Landy – glasklar. Auf eine Lesung (zu Passage der Totenbeschwörer) des irischen Autors zu gehen und seinen unvergleichlichen (doch ein wenig an Skulduggery erinnernden) Humor live mitzuerleben, war mein schönstes Leser-Erlebnis.
Ich habe mich aber auch sehr gefreut die charismatische Ursula Poznanski, die liebenswürdige Jennifer Benkau, sowie die ursympathische Kerstin Gier lesen zu hören. Ich kann mich also nicht beklagen – es war ein gutes Jahr.;)


Bester erster und letzter Satz:

Diese Kategorie ist nicht leicht zu vergeben. Es gibt so viele schöne Auftaktsätze, die neugierig auf die Geschichte machen; wunderschön oder skurril sind. Dieser Auftakt und Schluss haben aber am meisten Eindruck bei mir hinterlassen.

Bester erster ...

A secret is a strange thing.

(The Dream Thieves, Maggie Stiefvater)

... bester letzter (Ab)Satz


I hope she finds what she's looking for. Until she does, I'll be here. Alone, under the calm sky. Waiting for the wind to return. 

(Let the Sky Fall, Shannon Messenger)

Beste Buchverfilmung

Die Tribute von Panem: Catching Fire. Mit himmelweitem Vorsprung, selbst vor Der Hobbit: Smaugs Einöde. 
Warum? Wegen der genialen Schauspieler, allen voran Lawrence, Hutcherson und Banks, der atemberaubenden Umsetzung der Arena, der vielen kleinen und großen berührenden Momente. Dieser Film hat mich vergessen lassen, dass ich über 140 Minuten im Kino saß. Denn am Ende dachte ich nur: "Wie, es ist schon vorbei?"
In diesem Sinne, schaut euch den Film an. Catching Fire ist mein absoluter Lieblingsband und dieser Film ist jedem einzelnen Wort mit jeder Minute gerecht geworden!


Hat mich am meisten bewegt, aufgebracht oder zum Lachen gebracht

Das ist schwierig. Es gab Bücher, bei denen ich viel gelacht habe, einige, die mich zum Weinen brachten und dann eben noch seltene, die mich wütend gemacht haben.

Größter Aufreger:

2013 hat mich wohl am meisten Gone Girl von Gillian Flynn aufgeregt, weil diese Frau es geschafft hat, mich so richtig an der Nase herumzuführen. Auch ihre Charaktere waren eher … nun ja … gewöhnungsbedürftig. Ich glaube nicht, zwei Protagonisten jemals auf so vielen verschiedenen Ebenen als unsympathisch empfunden zu haben. Nick und Amy sind Gott sei Dank nur Gestalten in einem Buch, ich möchte mir nämlich ungern vorstellen, dass solche Leute dort draußen rumlaufen. *Gänsehaut bekommt*

Zum Weinen:

Sehr bewegt hat mich Lovesong von Gayle Forman, die es auch immer wieder schafft, mich mit der Geschichte um Adam und Mia zum Weinen zu bringen. Ein wunderschönes Buch, voller Musik, Emotionen und Traurigkeit, das dem ersten Band in nichts nachsteht. Die Geschichte aus Adams Sicht zu lesen, war klasse und hat den Kreis für mich geschlossen. Und als kleines Schmankerl gibt es im nächsten Jahr auch noch einen Film zum ersten Band Wenn ich bleibe.

Zum Lachen:

~ "Thank you," Skulduggery said to her. "I fear he was about to start insulting me."
"I couldn't let that happen," she said. "Your ego is a fragile und delicate thing."
"You see? You understand me." ~ (S. 330)


Aber es gab auch durchweg gute Momente.
Okay, also zu einem Großteil, denn jeder, der schon einmal ein Buch von Derek Landy gelesen hat, weiß, dass er gerne mal Charaktere umbringt - besonders beliebte Personen. Ich muss also sagen, dass hier nicht immer ein Auge trocken geblieben ist. Aber unterm Strich haben mich die Bücher zu allererst zum Lachen gebracht und deswegen möchte ich sie hier noch einmal aufführen: Trotz der auch ernsten und teilweise blutigen Ereignisse, die Skulduggery Pleasant-Bände von Derek Landy.
Sein Sarkasmus ist einfach unvergleichlich. Und allein, wenn ich den Namen Vaurien Scapegrace irgendwo höre oder lese, komme ich aus dem Grinsen schon nicht mehr heraus.

Liebster oder am meisten gehasster Charakter

Im Jahr 2013 hat sich Louisa Clarke aus Ein ganzes halbes Jahr einen Platz in meinem Herzen errungen, wenn es um die weiblichen Charaktere geht. Lous Verwandlung von einer jungen Frau, die in ihrem Leben feststeckt und sich überhaupt nichts zutraut; zu einer Frau, die um das Leben eines anderen Menschen kämpft und dabei ihre eigene Stärke erkennt, hat mich zum Lachen und Weinen gebracht. Niemandem habe ich mich beim Lesen in diesem Jahr so verbunden gefühlt, wie Lou.


~ "Ich will einfach ... ein Mann sein, der mit einem Mädchen in einem roten Kleid im Konzert war. Dieser Mann will ich einfach ein paar Minuten länger sein.~ (S. 238) 

Bei den männlichen Charakteren hat Maggie Stiefvater es noch auf der Jahreszielgrade geschafft, mich regelrecht süchtig nach einem Charakter zu machen (ja, ich denke, nicht nur Lucy weiß, was jetzt kommt;)): Ronan Lynch. Ich weiß gar nicht, wo ich bei meiner Ronan-Lobeshymne anfangen soll. Vielleicht bei Oberflächlichkeiten wie Tattoo, Ire, groß, dunkelhaarig und ein bisschen gefährlich.;) Gute Vorrausetzungen.
Aber jetzt mal ehrlich. Es ist meiner Meinung nach eine Kunst, wie Maggie Stiefvater es schafft, Ronan mit all seiner Wut, Abweisung und den uneingeschränkt ehrlichen, manchmal viel zu harten Kommentaren noch mögenswert zu schreiben. Dennoch schafft sie es. Ronan ist schlichtweg faszinierend. Ein Charakter, bei dem alles möglich ist und das macht seinen Reiz aus.

 ~ But one of the marvelous things about being Ronan Lynch was that no one ever expected him to do anything nice for anyone. ~

Ziemlich genervt hat mich Meghan Chase aus Plötzlich Fee/The Iron King. Da ich das Buch aber bei weitem noch nicht beendet habe, bleibt ein Titel ihr erspart...

Schönstes Liebespaar und dargestellte Freundschaft:

Liebespaar:

Zählt es auch, wenn ich einen Film nehme? Ich sag mal: JA!
Dann ist es nämlich ein Unentschieden. Zwischen SPOILER! Rose und David aus der Tal-Reihe. Hach, fand ich es schön, dass die beiden einen Weg zueinander gefunden habe. Leider konnten sie nicht ganz das Rennen machen, da man kaum etwas von den beiden zu Gesicht bekommt. Wenn ich bedenke, wie oft mich Julia und Chris genervt haben, hätte ich wirklich gern mehr von der sanftmütigen Rose und dem ruhigen David gesehen. Schade, aber ein seeehr guter Ansatz!
 
Deswegen haben sich zwei altbekannte Gesichter hier eingeschlichen, die üblichen Verdächtigen sozusagen: Katniss und Peeta!


Wie wunderbar haben Josh Hutcherson und Jennifer Lawrence in Catching Fire harmoniert?! Ich bin ein Katniss und Peeta-Fan der ersten Stunde, aber beim Sehen des Films wurde es noch ein bisschen schlimmer. Wunderschön die Szene, in der Peeta vorschlägt, dass sie sich besser kennenlernen.

Peeta: Was ist deine Lieblingsfarbe?
Katniss: Also das geht mir jetzt wirklich zu weit!

Und dann lächelt sie so unsicher und lässt sich doch überreden und sagt ihm, dass es Grün sei. Hach... Awesome, die beiden!

Bromance!

Es tut mir ja fast schon Leid, aber auch hier geht der Freundschaftsaward an Maggie Stiefvaters Ravenboys!
Die Freundschaft der vier Jungs Gansey, Adam, Ronan und Noah ist einfach ein zentraler Punkt der Geschichte und so wunderschön, glaubwürdig und rührend dargestellt, dass ich das Buch allein schon deswegen liebe. Alle vier sind sehr verschieden und auf den ersten Blick ist es unglaublich, dass sie so gut befreundet sein können. Aber irgendwie schafft Maggie Stiefvater es, zwischen den Zeilen aufzuzeigen, was die Jungs zusammenhält und zu solch guten Freunden macht. Als Blue dann noch dazukommt und die Jungs sie (größtenteils, Ronan ist ja auch ein Teil der Gruppe;)) so niedlich bei sich aufnehmen, war es dann um mich geschehen! Blue beschreibt es in The Dream Thieves meiner Meinung nach wunderbar:

~ In this moment, Blue was a little in love with all of them. Their magic. Their quest. Their awfulness and strangeness. Her raven boys. ~ 

Größte Überraschung

Die gelungene Verfilmung zu Warm Bodies, die mich echt begeistert hat.


Und dass für die City of Bones-Verfilmung wirklich ein asiatischer (und äußerst attraktiver;)) Magnus gecastet wurde. Neben all den Sachen, die in diesem Film schiefgelaufen sind, war es einer der wenigen Lichtblicke. Und weil (er) es so schön ist, hier nochmal ein kleines Video!:)


Schönstes Cover:

Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich muss dieses Cover einfach immer anstarren!



It's a night like any other on board the Icarus. Then, catastrophe strikes: the massive luxury spaceliner is yanked out of hyperspace and plummets into the nearest planet. Lilac LaRoux and Tarver Merendsen survive. And they seem to be alone.

Lilac is the daughter of the richest man in the universe. Tarver comes from nothing, a young war hero who learned long ago that girls like Lilac are more trouble than they’re worth. But with only each other to rely on, Lilac and Tarver must work together, making a tortuous journey across the eerie, deserted terrain to seek help. ...

Lesetop


Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes und The Dream Thieves von Maggie Stiefvater. Beide Autorinnen haben mich mit ihrem Stil, der Charakterzeichnung und der Story gefesselt, wie keine anderen in diesem Jahr.
Jojo Moyes zum einen durch die Wahl des ernsten Themas Sterbehilfe und Freitod. Maggie Stiefvater durch die Mythologie ihrer neuen Jugendbuchreihe. Zu einigen der Charaktere habe ich ja bereits schon etwas gesagt, weswegen ich mich hier nicht weiter dazu äußern werde.:)

Leseflop (Spoilergefahr!)

Clockwork Princess von Cassandra Clare. So ganz begeistern konnte sie mich schon nicht mehr mit der Fortsetzung der Mortal Instruments-Reihe, City of Fallen Angels. Die Infernal Devices mochte ich aber durchaus. Ich hatte mich sogar auf den letzten Band gefreut, bis ich ihn dann las.
Leider hat Frau Clare es sich meiner Meinung nach in diesem zur Aufgabe gemacht – und sie ist in diesem Gebiet sehr gewissenhaft, was die Ausführung betrifft – wirklich jeden Charakter zu verkuppeln. Ich hatte am Ende das starke Gefühl einige Charaktere hatten nur den einen Zweck mit einem anderen zusammenzukommen und Nachkommenschaft zu zeugen. Etwas anderes hatte die gute Cecily nämlich nicht zu bieten, ebenso wie Gabriel... Das war obendrein noch alles so offensichtlich und plump dargestellt, dass man schon drei Meilen gegen den Wind ahnen konnte, wer am Ende von wem abstammt.
Das war aber nicht einmal das Schlimmste. Zwei Dinge gingen so gar nicht. Clary war ja schon bekannt dafür nicht richtig zu schalten, wenn schreckliche Dinge passieren:

Clary: Meine Mutter wurde entführt?! Okay, vielleicht sollte ich was tun. Aaaabbbberrr, dieser Jace Typ ist übelst heiß, oder? Ich lass mich jetzt erstmal von ihm vollabern, auch wenn es mich nicht interessiert und wir doch lieber meine Mutter suchen sollten. Aber wow, ich sehe seine Hüftknochen! *schmacht*

Was war nochmal mit meiner Mutter?

Aber Tessa und Will haben wirklich den Vogel abgeschossen.

Will: Jem ist gestorben. Als sein bester Freund habe ich mir eigentlich vorgenommen, nichts mit seiner Verlobten anzufangen.

Tessa: Ich, als seine Verlobte bin eigentlich wahnsinnig traurig, dass er tot ist und muss das erstmal verarbeiten...*zählt innerlich bis 20* Das müsste jetzt reichen.
Wenn Will schon da ist und superscharf aussieht, mit seinen Augen, die blauer sind als das blaueste Blau, der Himmel in einer sternenklaren Nacht, der tiefste Ozean und was einem sonst noch so blaues in den Sinn kommt;) - kann ich auch direkt mal mit ihm schlafen. Zum Trost versteht sich.

Will: Eigentlich hat Tessa ja recht, Jem hätte das auch gewollt und wir haben ja auch fünf Minuten wegen ihm geweint! Also ran da!

Seriously? Ich habe selten Charaktere gelesen, die noch herzloser und selbstsüchtiger waren. Das war sowas von unangebracht, geht gar nicht.

Man könnte also glauben, das war das mieseste am Buch. Ätsch. Falsch gedacht, denn das war das Ende. Ich habe noch nie etwas so derart inkonsequentes, zurechtgebogenes und auf die Fans abgestimmtes gelesen. Ich bin noch immer enttäuscht, wie unglaubwürdig dieses Ende ist.
Mit diesem Buch hat Cassie Clare es entgültig geschafft, dass ich erst einmal nichts mehr von ihr lese. Ehrlich gesagt, denke ich auch nicht viel zu verpassen, da ihre Charaktere eh immer gleich aufgebaut sind, nur mit anderen Haarfarben und Namen. Würde mich also nicht wundern, wenn die gute Emma in der nächsten Shadowhunter-Reihe eine männliche Version von Jace aka Will aka Draco ist. Oder doch eine Tessa aka Clary aka Ginny.
Ich finde es wirklich schade, denn schreiben kann Cassie und auch Charaktere erfinden, nur scheint sie dazu mit ihren etlichen Shadowhunter-Projekten vom Fließband gar keine richtige Zeit mehr zu haben.

Wunsch für 2014

Bitte, bitte keine lamen Liebesdreiecke mehr! Ich kann es nicht mehr lesen, dass angeblich zwei Kerle um das Herz eines Mädels buhlen, obwohl schon ab der ersten Seite klar ist, für wen sie sich entscheidet. Egal, wie sehr sie den anderen (aka den Lückenbüßer, bis der wahre Prince Charming sich mal herniederlässt und seine Was-auch-immer-Issues hinter sich lässt) angeblich mag.

Und bitte mehr männliche Protagonisten! Shannon Messengers Let the Sky Fall hat umso mehr Spaß gemacht, da es zum Großteil aus Vanes Perspesktive erzählt wurde. 

Highlight 2014

Unentschieden zwischen dem zweiten Band der Silber-Trilogie von Kerstin Gier – schließlich will ich wissen, wie es mit Liv, Grayson und Jasper weitergeht. Dem dritten Band der Raven Boys-Reihe. Ich verehre Maggie Stiefvater einfach, ich kann es nicht leugnen. Und ich freue mich schon wie ein kleines Kind darauf, mehr von Gansey, Blue, Ronan(!) und Adam zu lesen. Ich wünschte, ich wäre ihre Testleserin oder so. Hach, das wäre was.;)
Und last but not least: Skulduggery Pleasant 9. Diese Reihe geht tatsächlich zuende und es stimmt mich ein wenig traurig. Aber am meisten habe ich Angst davor, wen Derek Landy als nächsten sterben lassen wird... (Niemanden vielleicht mal zur Abwechslung? Bitte?!)

Das war es erst einmal von mir. Morgen geht es mit Lucys Leseeindrücken des Jahres 2013 weiter!

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Was waren eure Highlights oder größten Enttäuschungen und worauf freut ihr euch im nächsten Jahr?