Hallo ihr Lieben,
der Dachverband der Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit professionellen Clowns Kindern und Erwachsenen in Krankenhäusern, Seniorenheimen und therapeutischen Einrichtungen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern!
Wie sie das schaffen? Sie klopfen an die Tür und wenn sie dürfen, treten sie ein, um für fröhliche Momente und Ablenkung zu sorgen. Für jede Stimmung finden sie die richtige Improvisation, darauf sind sie geschult. Dies kann in Form eines Spiels passieren, mit Musik, Witzen oder auch mit fantasievollen Geschichten.
Seit dem 3.11.14 unterstützt der Loewe Verlag mit 50 Cent für jeden neuen Fan ihrer Facebookseite diesen Verein und seine Aktion. Insgesamt wollen sie es schaffen, 7.777 Euro zu spenden; denn damit könnte die Arbeit von professionellen Klinikclowns schon bald in ganz Deutschland gefördert werden. Doch dafür braucht die Facebookseite des Kinder- und Jugendbuchverlags noch weitaus mehr Fans - also klickt so schnell es geht auf 'like', wenn ihr es noch nicht getan habt! So helft ihr indirekt nicht nur beim Spenden, sondern werdet auch tagtäglich mit neuen, tollen Loewe-Buchposts gefüttert! :-)
Wir finden die Sache toll! Ihr auch?
Alles Liebe,
Lucy und Jack
Sonntag, 23. November 2014
Freitag, 7. November 2014
[book meets movie] Love, Rosie - Für immer vielleicht
Infos zum Film:
Inhalt:
Rosie und Alex sind seit Kindertagen beste Freunde und, erwachsen geworden, vielleicht auch noch mehr, wenn sie sich nur ihre große Liebe, die sie füreinander empfinden, eingestehen würden. Doch stets kommt Unerwartetes dazwischen, darunter eine Schwangerschaft, Ersatzbeziehungen mit falschen Partnern und Missverständnisse, die verhindern, was für alle in ihrem Umfeld offensichtlich ist. Nach vielen Jahren und Irrwegen sind beide mit anderen verheiratet, aber wahres Glück können sie nur zusammen finden.
Das sagt Lucy:
Wer diesen Blog und meine Beiträge nun schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich ein großer Cecelia-Ahern-Fan bin. Ihre Romane lassen mich stets mit einem verträumten, nachdenklichen Kopf voller zauberhafter Metaphern zurück. Was man von den Verfilmungen zu ihren Werken leider nicht behaupten kann. P.S.: Ich liebe dich war damals eine Katastrophe für mich und auch Love, Rosie hat sich mehr nach Enttäuschung angefühlt als nach der erhofften Achterbahnfahrt mit Taschentuch- und Schmunzelmomenten. Dabei hatte ich mich nach der Casting-Bekanntgabe und den ersten Trailern und Clips so auf den Film gefreut.
Und ja, die Schauspieler passten auch alle super zu ihren Rollen und erweckten die Charaktere glaubhaft zum Leben. Sowohl Sam Claflin als Alex und Lily Collins als Rosie, als auch Jaime Winstone als Rosies beste Freundin Ruby überzeugten, indem sie mich nach den ersten Minuten die Charaktere aus dem Buch sehen ließen.
Doch das war es dann leider auch schon fast an Positivem, was es über diesen Film zu berichten gibt. Klar, ein paar Szenen haben auch mich zum Lachen gebracht, aber statt dem romantischen, in Lebensweisheit getunkten Ahern-Stil, gab es eben leider nur eine überzogen dargestellte, klischeehafte Liebeskomödie mit zweideutigen Witzen und so einigen Fremdschäm-Momenten. Und statt einer chronologischen Abfolge der Kinder-, Schul- und Erwachsenenzeit von Rosie und Alex gab es einen hektischen Flashback-Marathon, der mir persönlich viel zu wenig Zeit gab für die Vorstellung der Charaktere, für die verschiedenen Lebensphasen der beiden Protagonisten und die damit verbundene Entwicklung ihrer Beziehung.
Am traurigsten fand ich persönlich die Tatsache, dass die Beziehung von Rosie und Alex wie sie im Buch beschrieben wird, im Film allgemein nur in ganz, ganz seltenen Fällen einmal durchschimmert. Dabei ist gerade die es, die das Buch ausmacht; weil sie nämlich viel mehr ist als ein Haufen aus seltsam verworrenen Ich sag keinen Pieps oder bin schrecklich peinlich und dämlich und deshalb brauchen wir Jahre, um zusammenzukommen-Szenen. Viel mehr sind Rosie und Alex auch beste Freunde, die beide eben nicht schon immer wussten, dass sie mehr füreinander empfinden. Sie brauchen - jeder für sich - ganz schön lange, um sich das einzugestehen. Und noch einmal länger, um es dem anderen sagen zu wollen. Aber ihre Freundschaft, die bleibt auch in schwierigen Zeiten erhalten. Rosie und Alex verzichten füreinander auf so einiges, verschweigen sich nicht monatelang wichtige Ereignisse aus ihrem Lebens, vertrauen sich blind und finden trotz sämtlicher Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, immer wieder zueinander - sowohl als Freunde als ganz am Ende auch als Paar.
Es geht im Buch also vielmehr um Freundschaft als um Liebe. Und um den Weg zur Selbstfindung und zum Finden des Wirs. Die Fragen Was will ich mit meinem Leben anfangen? Was kann ich alles erreichen? Mit wem will und kann ich mein Leben und meine Träume teilen? und Gibt es unendlich viele Chancen für die einzig wahre Liebe? spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Und es ist verdammt traurig, dass in der Verfilmung so gar kein Wert darauf gelegt wurde. Es wurden keine Fragen aufgeworfen, die einen zum Nachdenken anregen oder zum Nicken und Schmunzeln bringen. Es war vom Anfang bis zum Ende eine reine Liebeskomödie, die ich so oder so ähnlich schon viel zu oft gesehen habe.
Fazit:
Für tolle Schauspieler, die manche Fremdschäm-Momente und absurden Dialoge erträglich gemacht haben; für eine ansonsten aber grauenhafte Umsetzung meines Ahern-Lieblings bekommt dieser Film leider nur gut gemeinte 3 von 6 Wombats.
Mit: Lily Collins, Sam Claflin
Regie: Christian Ditter
Start: 30.10.2014
Laufzeit: 1 St. 42 Min
Genre: LiebeskomödieInhalt:
Rosie und Alex sind seit Kindertagen beste Freunde und, erwachsen geworden, vielleicht auch noch mehr, wenn sie sich nur ihre große Liebe, die sie füreinander empfinden, eingestehen würden. Doch stets kommt Unerwartetes dazwischen, darunter eine Schwangerschaft, Ersatzbeziehungen mit falschen Partnern und Missverständnisse, die verhindern, was für alle in ihrem Umfeld offensichtlich ist. Nach vielen Jahren und Irrwegen sind beide mit anderen verheiratet, aber wahres Glück können sie nur zusammen finden.
Das sagt Lucy:
Wer diesen Blog und meine Beiträge nun schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich ein großer Cecelia-Ahern-Fan bin. Ihre Romane lassen mich stets mit einem verträumten, nachdenklichen Kopf voller zauberhafter Metaphern zurück. Was man von den Verfilmungen zu ihren Werken leider nicht behaupten kann. P.S.: Ich liebe dich war damals eine Katastrophe für mich und auch Love, Rosie hat sich mehr nach Enttäuschung angefühlt als nach der erhofften Achterbahnfahrt mit Taschentuch- und Schmunzelmomenten. Dabei hatte ich mich nach der Casting-Bekanntgabe und den ersten Trailern und Clips so auf den Film gefreut.
Und ja, die Schauspieler passten auch alle super zu ihren Rollen und erweckten die Charaktere glaubhaft zum Leben. Sowohl Sam Claflin als Alex und Lily Collins als Rosie, als auch Jaime Winstone als Rosies beste Freundin Ruby überzeugten, indem sie mich nach den ersten Minuten die Charaktere aus dem Buch sehen ließen.
Doch das war es dann leider auch schon fast an Positivem, was es über diesen Film zu berichten gibt. Klar, ein paar Szenen haben auch mich zum Lachen gebracht, aber statt dem romantischen, in Lebensweisheit getunkten Ahern-Stil, gab es eben leider nur eine überzogen dargestellte, klischeehafte Liebeskomödie mit zweideutigen Witzen und so einigen Fremdschäm-Momenten. Und statt einer chronologischen Abfolge der Kinder-, Schul- und Erwachsenenzeit von Rosie und Alex gab es einen hektischen Flashback-Marathon, der mir persönlich viel zu wenig Zeit gab für die Vorstellung der Charaktere, für die verschiedenen Lebensphasen der beiden Protagonisten und die damit verbundene Entwicklung ihrer Beziehung.
Am traurigsten fand ich persönlich die Tatsache, dass die Beziehung von Rosie und Alex wie sie im Buch beschrieben wird, im Film allgemein nur in ganz, ganz seltenen Fällen einmal durchschimmert. Dabei ist gerade die es, die das Buch ausmacht; weil sie nämlich viel mehr ist als ein Haufen aus seltsam verworrenen Ich sag keinen Pieps oder bin schrecklich peinlich und dämlich und deshalb brauchen wir Jahre, um zusammenzukommen-Szenen. Viel mehr sind Rosie und Alex auch beste Freunde, die beide eben nicht schon immer wussten, dass sie mehr füreinander empfinden. Sie brauchen - jeder für sich - ganz schön lange, um sich das einzugestehen. Und noch einmal länger, um es dem anderen sagen zu wollen. Aber ihre Freundschaft, die bleibt auch in schwierigen Zeiten erhalten. Rosie und Alex verzichten füreinander auf so einiges, verschweigen sich nicht monatelang wichtige Ereignisse aus ihrem Lebens, vertrauen sich blind und finden trotz sämtlicher Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, immer wieder zueinander - sowohl als Freunde als ganz am Ende auch als Paar.
Es geht im Buch also vielmehr um Freundschaft als um Liebe. Und um den Weg zur Selbstfindung und zum Finden des Wirs. Die Fragen Was will ich mit meinem Leben anfangen? Was kann ich alles erreichen? Mit wem will und kann ich mein Leben und meine Träume teilen? und Gibt es unendlich viele Chancen für die einzig wahre Liebe? spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Und es ist verdammt traurig, dass in der Verfilmung so gar kein Wert darauf gelegt wurde. Es wurden keine Fragen aufgeworfen, die einen zum Nachdenken anregen oder zum Nicken und Schmunzeln bringen. Es war vom Anfang bis zum Ende eine reine Liebeskomödie, die ich so oder so ähnlich schon viel zu oft gesehen habe.
Fazit:
Für tolle Schauspieler, die manche Fremdschäm-Momente und absurden Dialoge erträglich gemacht haben; für eine ansonsten aber grauenhafte Umsetzung meines Ahern-Lieblings bekommt dieser Film leider nur gut gemeinte 3 von 6 Wombats.
Mittwoch, 5. November 2014
[Rezension] Die Achse meiner Welt von Dani Atkins
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Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance.
Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah?
Der erste Satz:
Mein erstes Leben endete an einem eisigen Dezemberabend um 22:37 Uhr auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche.
Das sagt Lucy:
Nahe gelegt worden ist mir dieses Buch ungefähr so: "Ich habe hier etwas für dich! Dabei musste meine Frau so einige Tränen vergießen!" Und da ich selbst ein ziemliches Sensibelchen bin und gerne weine, wenn ich lese, hat mich der zweite Satz sofort vorfreudig gemacht. Noch dazu finde ich das Cover wirklich ausgesprochen hübsch und auch der Klappentext klang interessant: Eine Frau, die in jungen Jahren Opfer tragischer Umstände wird und ihr Leben deshalb nicht mehr so führen kann, wie sie es sich eigentlich erträumt hat. Eine Frau, die dann aber Jahre später nach einem Überfall und einer Kopfverletzung, die sie eben davon davongetragen hat, im Krankenhaus in einem anderen, einem perfekten Leben aufwacht, in dem sich alles genau so entwickelt hat, wie sie es sich erwünscht hat. Niemand erinnert sich so an die Vergangenheit wie sie und so beginnt auch Rachel an ihren Erinnerungen zu zweifeln. Doch kann und will sie ihren neuen Alltag wirklich leben? Ist er nicht vielleicht viel mehr Chance auf Veränderung, auf Wiedergutmachung und auf die einzig wahre, große Liebe?
Als Fan von Geschichten, in denen die Protagonisten über ihr eigenes Leben und sich selbst reflektieren (müssen) und eine große Veränderung durchlaufen (sowohl umfeld-technisch als auch charakterlich), hatte ich hohe Erwartungen an den Debütroman der britischen Autorin, die uns Rachels Reise in der Ich-Erzählperspektive näher bringt.
Der Anfang bietet viel, verspricht viel mit all den tollen Charakteren, den unerwarteten Wendungen und dem netten Schreibstil, - doch gehalten wird letztlich nicht alles davon. Im zweiten Teil, der beginnt sobald Rachel in der perfekten Welt aufwacht, entfernt sich die Geschichte immer mehr von Rachels eigentlichen Problemen und Zwiespälten und entwickelt sich zunehmend zu einem Liebesdreieck, das doch recht klischeehaft und schnulzig aufgebaut ist.
Die Achse meiner Welt ist aber nichtsdestotrotz ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und das ausgezeichnet in diese kalte Jahreszeit passt. Ich empfehle es vor allem den Lesern und Leserinnen, die auf tragische, verworrene Liebesgeschichten stehen und die etwas Kitsch und ein bisschen zu viel Stereotype nicht abschreckt.
Fazit:
Für eine tolle Idee, die nett geschrieben, allerdings ziemlich klischeehaft umgesetzt ist und einen deshalb nicht allzu sehr überrascht; für eine sympathische Protagonistin mit einem zuckersüßen Vater und für ein paar Szenen, die einen traurig und nachdenklich stimmen, v.a. wenn man nach dem Lesen noch weiter über sie nachdenkt. Dafür gibt es von mir 4 Wombats.
Samstag, 1. November 2014
[Buch des Monats] November 2014
Hallo ihr Lieben,
auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich dieses Jahr die Gelegenheit, die amerikanisch-britische Autorin Alexia Casale kennenzulernen. Und da mich sowohl die Autorin als Mensch als auch ihre Buchidee so gut gefallen hat, ist unser Buch des Monats im November deshalb Die Nacht gehört dem Drachen.
Inhalt:
Endlich hat Evie ihren Adoptiveltern von ihrer gebrochenen Rippe erzählt und endlich ist sie die ständigen Schmerzen los. Nur eine Narbe ist geblieben und das Stück Knochen selbst, dass man herausoperiert hat. Zusammen mit ihrem Onkel Ben hat sie einen Drachen daraus geschnitzt, als Glücksbringer und Zeichen neuer Stärke. Nichts wünscht sie Evie sehnlicher, als dass der Drache lebendig wäre und ihr Wunsch scheint tatsächlich in Erfüllung zu gehen.
Denn in den dunklen Nächten scheint der Drache mit ihr zu reden, ihr Mut zuzusprechen und Geduld einzufordern. Denn als Evie langsam zu Kräften kommt, wird deutlich, dass ihre Eltern eines nicht für sie erreichen können: Gerechtigkeit für das, was ihr angetan worden ist.
Alles Liebe,
eure Lucy
auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich dieses Jahr die Gelegenheit, die amerikanisch-britische Autorin Alexia Casale kennenzulernen. Und da mich sowohl die Autorin als Mensch als auch ihre Buchidee so gut gefallen hat, ist unser Buch des Monats im November deshalb Die Nacht gehört dem Drachen.
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Inhalt:
Endlich hat Evie ihren Adoptiveltern von ihrer gebrochenen Rippe erzählt und endlich ist sie die ständigen Schmerzen los. Nur eine Narbe ist geblieben und das Stück Knochen selbst, dass man herausoperiert hat. Zusammen mit ihrem Onkel Ben hat sie einen Drachen daraus geschnitzt, als Glücksbringer und Zeichen neuer Stärke. Nichts wünscht sie Evie sehnlicher, als dass der Drache lebendig wäre und ihr Wunsch scheint tatsächlich in Erfüllung zu gehen.
Denn in den dunklen Nächten scheint der Drache mit ihr zu reden, ihr Mut zuzusprechen und Geduld einzufordern. Denn als Evie langsam zu Kräften kommt, wird deutlich, dass ihre Eltern eines nicht für sie erreichen können: Gerechtigkeit für das, was ihr angetan worden ist.
Alles Liebe,
eure Lucy
Donnerstag, 23. Oktober 2014
[Frankfurter Buchmesse] Lucys Messe-Highlights 2014
Hallo ihr Lieben,
auch mich hat es diesen Herbst wieder auf die Frankfurter Buchmesse verschlagen. Und auch, wenn ich dieses Jahr leider nur an den beiden Besuchertagen am Wochenende dort sein konnte, war es ein wundervolles Erlebnis. In diesem Beitrag würde ich euch gerne von meinen Messe-Highlights berichten.
1. Meet & Greet mit Alexia Casale
Endlich hat Evie ihren Adoptiveltern von ihrer gebrochenen Rippe erzählt und endlich ist sie die ständigen Schmerzen los. Nur eine Narbe ist geblieben und das Stück Knochen selbst, dass man herausoperiert hat. Zusammen mit ihrem Onkel Ben hat sie einen Drachen daraus geschnitzt, als Glücksbringer und Zeichen neuer Stärke. Nichts wünscht sie Evie sehnlicher, als dass der Drache lebendig wäre und ihr Wunsch scheint tatsächlich in Erfüllung zu gehen. Denn in den dunklen Nächten scheint der Drache mit ihr zu reden, ihr Mut zuzusprechen und Geduld einzufordern. Denn als Evie langsam zu Kräften kommt, wird deutlich, dass ihre Eltern eines nicht für sie erreichen können: Gerechtigkeit für das, was ihr angetan worden ist.
Der Klappentext hat mich neugierig auf Die Nacht gehört dem Drachen gemacht, deshalb bin ich der Carlsen-Einladung zu einem Meet & Greet mit der Autorin gerne gefolgt. Worauf ich aber nicht eingestellt gewesen bin, war diese total entzückende, höfliche Britin mit den roten Locken. Nicht nur, dass sie wahnsinnig gesprächig war, sie war auch stets darauf bedacht, dass es uns gut ging. In einer kleinen Gruppe knieten wir an einem der Standische um sie herum, bis ein Raum für uns frei wurde.
In einem intensiven Gespräch (das ist wirklich das passendere Wort als Interview oder Q&A) erzählte sie uns, wie sie mit zehn Jahren das erste Mal eine Geschichte aufgeschrieben hatte, dass sie schon immer wusste, dass sie Bücher schreiben möchte und dass ihr ihre Leser sehr wichtig sind und sie diese als Bestandteil eines jeden Romans sieht. "We are doing this thing together. We are not talking but imagining together.", sagt sie und guckt ein wenig geistesabwesend auf den Buchumschlag. Jeder erfindet beim Lesen einen Teil der Geschichte, einen Teil der Charaktere selbst, denn ihrer Meinung nach interpretiert jeder Leser das Geschriebene anders. So findet hoffentlich jeder eine Passage, die er für sein eigenes Leben nutzen kann, und einen Charakterzug, Gedanken oder eine Tat, die ihn an sich selbst erinnert. Ein schöner Gedanke, wie ich finde.
Von ihr selbst findet sich in jedem ihrer Protagonisten ein ganz kleines Bisschen, gesteht sie. Aber das sind unwichtige Winzigkeiten, die nicht entscheidend für die Handlung und die Persönlichkeit der Figur sind. Inspiration von anderen lebenden Personen sucht sie sich nicht. Ihre Charaktere sind alle frei erfunden. Dafür sieht sie den Roman vor dem Aufschreiben wie einen Film vor ihrem inneren Auge ablaufen. Erst wenn jeder Dialog, jede Geste, jeder Übergang von Szene zu Szene passt, beginnt sie zu tippen. Ganz zum Leidwesen ihrer Lektorin, lacht sie.
Im Moment arbeitet sie an zwei weiteren Werken, einem weiteren Jugendroman - von der Thematik ähnlich zu Die Nacht gehört dem Drachen - und an einem Roman für Erwachsene, in dem es um britische Frauen während des zweiten Weltkrieges geht. Ich freue mich schon darauf, Die Nacht gehört dem Drachen zu lesen, in das ich eine Signatur mit Widmung bekommen hab, die mich zu Tränen gerührt hat.
2. Lesung zu Marmorkuss von Jennifer Benkau
Auch Jennifer Benkau war dieses Jahr wieder auf der Messe anzutreffen, und wie könnte ich mir das entgehen lassen, ist sie doch eine meiner liebsten deutschen Autorinnen. Auch ihr neuer script5-Roman Marmorkuss klingt wieder sehr vielversprechend und nach den Ausschnitten, die man bei der Lesung gehört hat, freue ich mich riesig aufs Lesen.
(Psst, das Buch werde ich euch während unseres Dezember-Specials vorstellen. Welches Thema das Special hat, warum Marmorkuss so gut da rein passt und was es für euch vielleicht zu gewinnen gibt, erfahrt ihr Ende November ;-))
Ein Highlight war absolut, dass Jenny sich vom letzten Jahr noch an mich erinnert hat.
3. Ein Treffen mit Julia Fischer am Droemer-Knaur-Stand
Es war nicht geplant, aber als ich dem Droemer-Knaur-Stand am Sonntag einen Besuch abstattete, um mir ein Exemplar von "Sehnsucht auf blauem Papier" zu besorgen, hatte ich tatsächlich das Glück, der Autorin quasi in die Arme zu laufen. Nicht nur eine Gelegenheit, um mir das Buch signieren zu lassen, was Frau Fischer sehr gerne getan hat. Nein, sie hatte danach sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch und am Ende bekam ich auch noch einen von ihr gebastelten, wunderschönen Papierkranich geschenkt.
Und worum geht es in Sehnsucht auf blauem Papier?
Seit 20 Jahren ist die Heilpraktikerin Milli Gruber heimlich in den Arzt Paul verliebt, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Als Pauls Frau stirbt, weiß Milli mit ihrem besonderen Gespür für Menschen, dass er selbst sie nun nicht um sich haben will. Aus der Ferne sucht sie nach einem Weg, ihn aufzufangen, seine Trauer, seine Verzweiflung zu lindern. Ein Jahr lang schreibt Milli Paul täglich einen Brief und schenkt ihm Trost. Wenn Worte heilen können, dann ihre. Am Ende besitzen Milli und Paul etwas unglaublich Kostbares: eine Liebe ohne Begehren, eine Sehnsucht ohne Anhaften, ein Tasten, das unter die Haut geht, ohne sie zu berühren.
4. Wiedersehen alter Blogger-Freunde und Kennenlernen neuer Kollegen
Wenn ich auf eine Buchmesse fahre, dann weiß ich, dass auch die meisten anderen Blogger unterwegs sein werden, und darauf freue ich mich immer ganz besonders. Denn so hat man zumindest zweimal im Jahr die Möglichkeit, Freunde persönlich zu treffen, Specials zu planen und sich auszutauschen mit denen, die leider viel zu weit weg wohnen.
Es blieb dieses Jahr viel zu wenig Zeit für euch, irgendwie haben wir uns ständig verpasst, aber ich habe mich wirklich sehr gefreut, euch alle zumindest ganz kurz einmal zu sehen. :-)
Wer von euch war noch auf der Buchmesse? Was waren eure Highlights?
Ich freue mich, von euch zu lesen,
Alles Liebe,
eure Lucy
auch mich hat es diesen Herbst wieder auf die Frankfurter Buchmesse verschlagen. Und auch, wenn ich dieses Jahr leider nur an den beiden Besuchertagen am Wochenende dort sein konnte, war es ein wundervolles Erlebnis. In diesem Beitrag würde ich euch gerne von meinen Messe-Highlights berichten.
1. Meet & Greet mit Alexia Casale
Endlich hat Evie ihren Adoptiveltern von ihrer gebrochenen Rippe erzählt und endlich ist sie die ständigen Schmerzen los. Nur eine Narbe ist geblieben und das Stück Knochen selbst, dass man herausoperiert hat. Zusammen mit ihrem Onkel Ben hat sie einen Drachen daraus geschnitzt, als Glücksbringer und Zeichen neuer Stärke. Nichts wünscht sie Evie sehnlicher, als dass der Drache lebendig wäre und ihr Wunsch scheint tatsächlich in Erfüllung zu gehen. Denn in den dunklen Nächten scheint der Drache mit ihr zu reden, ihr Mut zuzusprechen und Geduld einzufordern. Denn als Evie langsam zu Kräften kommt, wird deutlich, dass ihre Eltern eines nicht für sie erreichen können: Gerechtigkeit für das, was ihr angetan worden ist.
Der Klappentext hat mich neugierig auf Die Nacht gehört dem Drachen gemacht, deshalb bin ich der Carlsen-Einladung zu einem Meet & Greet mit der Autorin gerne gefolgt. Worauf ich aber nicht eingestellt gewesen bin, war diese total entzückende, höfliche Britin mit den roten Locken. Nicht nur, dass sie wahnsinnig gesprächig war, sie war auch stets darauf bedacht, dass es uns gut ging. In einer kleinen Gruppe knieten wir an einem der Standische um sie herum, bis ein Raum für uns frei wurde.In einem intensiven Gespräch (das ist wirklich das passendere Wort als Interview oder Q&A) erzählte sie uns, wie sie mit zehn Jahren das erste Mal eine Geschichte aufgeschrieben hatte, dass sie schon immer wusste, dass sie Bücher schreiben möchte und dass ihr ihre Leser sehr wichtig sind und sie diese als Bestandteil eines jeden Romans sieht. "We are doing this thing together. We are not talking but imagining together.", sagt sie und guckt ein wenig geistesabwesend auf den Buchumschlag. Jeder erfindet beim Lesen einen Teil der Geschichte, einen Teil der Charaktere selbst, denn ihrer Meinung nach interpretiert jeder Leser das Geschriebene anders. So findet hoffentlich jeder eine Passage, die er für sein eigenes Leben nutzen kann, und einen Charakterzug, Gedanken oder eine Tat, die ihn an sich selbst erinnert. Ein schöner Gedanke, wie ich finde.
Von ihr selbst findet sich in jedem ihrer Protagonisten ein ganz kleines Bisschen, gesteht sie. Aber das sind unwichtige Winzigkeiten, die nicht entscheidend für die Handlung und die Persönlichkeit der Figur sind. Inspiration von anderen lebenden Personen sucht sie sich nicht. Ihre Charaktere sind alle frei erfunden. Dafür sieht sie den Roman vor dem Aufschreiben wie einen Film vor ihrem inneren Auge ablaufen. Erst wenn jeder Dialog, jede Geste, jeder Übergang von Szene zu Szene passt, beginnt sie zu tippen. Ganz zum Leidwesen ihrer Lektorin, lacht sie.Im Moment arbeitet sie an zwei weiteren Werken, einem weiteren Jugendroman - von der Thematik ähnlich zu Die Nacht gehört dem Drachen - und an einem Roman für Erwachsene, in dem es um britische Frauen während des zweiten Weltkrieges geht. Ich freue mich schon darauf, Die Nacht gehört dem Drachen zu lesen, in das ich eine Signatur mit Widmung bekommen hab, die mich zu Tränen gerührt hat.
2. Lesung zu Marmorkuss von Jennifer Benkau
Auch Jennifer Benkau war dieses Jahr wieder auf der Messe anzutreffen, und wie könnte ich mir das entgehen lassen, ist sie doch eine meiner liebsten deutschen Autorinnen. Auch ihr neuer script5-Roman Marmorkuss klingt wieder sehr vielversprechend und nach den Ausschnitten, die man bei der Lesung gehört hat, freue ich mich riesig aufs Lesen.
(Psst, das Buch werde ich euch während unseres Dezember-Specials vorstellen. Welches Thema das Special hat, warum Marmorkuss so gut da rein passt und was es für euch vielleicht zu gewinnen gibt, erfahrt ihr Ende November ;-))
Ein Highlight war absolut, dass Jenny sich vom letzten Jahr noch an mich erinnert hat.
3. Ein Treffen mit Julia Fischer am Droemer-Knaur-Stand
Es war nicht geplant, aber als ich dem Droemer-Knaur-Stand am Sonntag einen Besuch abstattete, um mir ein Exemplar von "Sehnsucht auf blauem Papier" zu besorgen, hatte ich tatsächlich das Glück, der Autorin quasi in die Arme zu laufen. Nicht nur eine Gelegenheit, um mir das Buch signieren zu lassen, was Frau Fischer sehr gerne getan hat. Nein, sie hatte danach sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch und am Ende bekam ich auch noch einen von ihr gebastelten, wunderschönen Papierkranich geschenkt.
Und worum geht es in Sehnsucht auf blauem Papier?
Seit 20 Jahren ist die Heilpraktikerin Milli Gruber heimlich in den Arzt Paul verliebt, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Als Pauls Frau stirbt, weiß Milli mit ihrem besonderen Gespür für Menschen, dass er selbst sie nun nicht um sich haben will. Aus der Ferne sucht sie nach einem Weg, ihn aufzufangen, seine Trauer, seine Verzweiflung zu lindern. Ein Jahr lang schreibt Milli Paul täglich einen Brief und schenkt ihm Trost. Wenn Worte heilen können, dann ihre. Am Ende besitzen Milli und Paul etwas unglaublich Kostbares: eine Liebe ohne Begehren, eine Sehnsucht ohne Anhaften, ein Tasten, das unter die Haut geht, ohne sie zu berühren.
4. Wiedersehen alter Blogger-Freunde und Kennenlernen neuer Kollegen
Wenn ich auf eine Buchmesse fahre, dann weiß ich, dass auch die meisten anderen Blogger unterwegs sein werden, und darauf freue ich mich immer ganz besonders. Denn so hat man zumindest zweimal im Jahr die Möglichkeit, Freunde persönlich zu treffen, Specials zu planen und sich auszutauschen mit denen, die leider viel zu weit weg wohnen.
Es blieb dieses Jahr viel zu wenig Zeit für euch, irgendwie haben wir uns ständig verpasst, aber ich habe mich wirklich sehr gefreut, euch alle zumindest ganz kurz einmal zu sehen. :-)
Wer von euch war noch auf der Buchmesse? Was waren eure Highlights?
Ich freue mich, von euch zu lesen,
Alles Liebe,
eure Lucy
Mittwoch, 22. Oktober 2014
[Rezension] Kettenwelt-Chroniken
Die Kettenwelt-Chroniken
Band
1: Scar Night
Band
2: Devil´s Night
Band
3: Blood Night
(Autor:
Alan Campbell, bekannt als Schöpfer der Videospiele „Grand Theft
Auto“)
Klappentext:
Seit
nunmehr 900 Generationen hängt die Stadt Deepgate, das einst
strahlende Zentrum der Kettenwelt, getragen von unzähligen schweren
Eisengliedernüber einem geheimnisvollen Abgrund. Dieser
Höllenschlund ist Heimat des schrecklichen Gottes Ulcis,
Seelensammler und Heerführer einer Schar von Geistern, ängstlich
beobachtet vom Hohen Priester des Tempels von Deepgate William Sypes.
Und dann ist da noch sein Schützling Dill: er ist der letzte aus dem
einst mächtigen Geschlecht der Erzengel. Doch er hat nie gelernt,
der Kraft seiner Flügel zu vertrauen.
Der
erste Satz:
„Der
Hof hinter den Ruinen der verfallenen Kanonengießerei in Applecross
war mit Ketten überzogen.“
Das
sagt Jack:
Diese
Trilogie ist mit die Seltsamste, die ich je gelesen habe. Protagonist
ist der Erzengel Dill, der als Spielball und Vorzeigefigur der Kirche
Ulcis dient. Seit seiner Geburt lebt er im Kloster und wird streng
darauf trainiert, die Seelen der Verstorbenen an den Gott Ulcis zu
übergeben.
Unterstützt
wird er dabei von der ebenfalls in ihre Rolle gezwungenen Rachel
Hael, Assassinin im Dienste ihrer Kirche. Völlig überfordert bei
seiner ersten Seelenübergabe verärgert er einen Vater, der um seine
Tochter trauert, der anschließend einen Trank brauen möchte, der
unsterbliches Leben verspricht bzw. tote Menschen wieder zum Leben
erwecken kann. Dafür benötigt er 12 unschuldige Seelen. Nachdem der
Vater alle zwölf Menschen tötete, den Trank braute und hinunter in
den Schlund zu Gott Ulcis geht, um seine Tochter wiederzubeleben,
folgt ihm Dill, der daraufhin selbst zum Opfer wird. Allerdings wird
er von Rachel durch den Trank wiederbelebt, den sie vorher vom
ebenfalls getöteten Vater stiehlt. Dill erwacht, tötet Ulcis und
steigt mit Rachel wieder hinauf – Happy End... Ganz und gar nicht!
Denn schon im zweiten Teil geht der Krieg gegen die Kirche weiter und
man erfährt von den fünf Göttern der Erde, denen Ulcis angehörte.
Danach
wird es nur noch verwirrend ... Dill stirbt und kommt in die Hölle
aber irgendwie auch wieder nicht. Der Herrscher der Hölle möchte
mit seinen Toten auf die Oberfläche und seine Brüder, die Götter,
töten, um zurück in den Himmel zurückkehren zu können. Der
Zutritt wurde ihm von seiner eigenen Mutter, Ayen, verwehrt.
Irgendwie soll auch noch Dills unsterbliche Seele dazu benutzt
werden, eine riesige Maschine zu bauen, doch wie genau das alles
zusammenhängt kann ich leider nicht sagen. Es scheint auch, als
wollte der Autor zwanghaft versuchen, eine Liebesgeschichte
miteinzubauen, was nicht so ganz funktioniert hat.
Ich
finde die Bücher an sich nicht schlecht und ich glaube, beim zweiten
Mal lesen versteh ich das alles etwas mehr. Allerdings war es nicht
so, dass ich die Trilogie verschlungen habe. Teilweise musste ich
mich da sehr durchquälen.
Ich
vergebe 2 Wombats!
Erschienen
im Goldmann Verlag
Band
1: Scar Night, 606 Seiten
Band
2: Devil´s Night, 509 Seiten
Band
3: Blood Night, 445 Seiten
Mittwoch, 15. Oktober 2014
[Rezension] Die Bestimmung - Letzte Entscheidung von Veronica Roth
Die Bestimmung 3 – Letzte Entscheidung
(ACHTUNG: SPOILERGEFAHR! Wer den letzten Band noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension nicht lesen! Eine Rezi zu Band1 und Band2 findet ihr hier)
Inhaltsangabe:
Die
Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr
ganzes Leben eine Lüge ist: es gibt eine Welt außerhalb ihrer
Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie
diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen
erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was
sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig
auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen
muss, kommt alles ganz anders als gedacht...
Der
erste Satz:
„Ich
gehe in meine Zelle im Hauptquartier der Ken auf und ab, ihre Worte
hallen mir noch in den Ohren.“
Das
sagt Jack:
Wie
habe ich mich doch auf den letzten Teil der „Divergent“-Reihe
gefreut!! Ich habe mir den Band gleich am Erscheinungstag gekauft und
konnte nicht abwarten ihn zu lesen. Als ich das Buch dann 512 Seiten
und 3 Tage später durch hatte, wusste ich nicht so recht, was ich
davon halten sollte. Ich weiß es bis heute nicht. Ich habe mir viel
Gedanken darüber gemacht und auch mit einigen Freunden geredet, alle
sind derselben Meinung.
Uns
allen war natürlich klar, dass Tris und Tobias, nachdem sie Ende des
zweiten Bandes das Video sahen, alles anzweifeln werden und versuchen
würden, ihre Stadt zu verlassen um die unbekannte Welt hinter dem
Zaun zu erkunden. Allerdings fand ich es sehr konfus, dass – nach
der Gruppe der Fraktionsfürsprechern und der Gruppe der
Fraktionslosen – noch eine weitere Gruppe aufgetaucht ist: die
Getreuen. Sie stellen Evelyn, Tobias´ Mutter, als Anführerin in
Frage, wollen das alte Fraktionssystem wiederherstellen und einen
kleinen Spähtrupp in die Welt hinausschicken. Tris und Tobias
erklären sich neben ein paar bekannten und neuen Freunden dazu
bereit.
Nach
einigen Strapazen und den ersten Todesfällen schaffen sie es
tatsächlich, hinter den Zaun zu gelangen und erfahren die Wahrheit.
Sie hören etwas von den Vereinigten Staaten von Amerika, von Krieg
und Tod und davon, dass die Regierung „defekte Gene“ in den
Menschen dafür verantwortlich machte. Außerdem offenbart ihnen der
Leiter des ganzen Experiments, wie er es nennt, dass es mehr dieser
Städte gibt, die abgeschottet zur Außenwelt existieren.
Mehr
und mehr verwirrte es mich. Defekte Gene - also GDs (genetisch
Defekte) und Gps (genetisch Perfekt, Unbestimmte) – verschiedenste
Sera, noch eine weiter Geheimgruppe außerhalb der Stadt,
Informationen über Informationen. Umspielt von den allseits
bekannten Streitereien und Diskussionen zwischen Tris und Tobias, die
nicht ohne den anderen Leben können und dann doch wieder. Es gab mir
einfach zu viel Input.
Als
ich dann den großen Showdown erwartet hab, kam... Enttäuschung. Mal
wieder rebelliert Tris gegen den Plan (Evelyn und alle Bewohner der
Stadt sollen ihre Erinnerung verlieren und dann soll das Experiment
fortgesetzt werden) und bar jeder Vernunft zieht sie auf eigene
Faust los, womit sie sich mal wieder in Lebensgefahr bringt. Ob sie
dieses Mal auch wieder gerettet werden kann?
Dass
der große Kampf durch ein einfaches Reden zwischen Tobias und seiner
Mutter verhindert wird war für mich noch fassungsloser. Das Ende war
für mich total unbefriedigend und ich frage mich noch immer, was das
Ganze soll.
Im
Großen und Ganzen ist der Abschluss der „Divergent“-Trilogie
wieder aktionsreich, gefühlvoll und brutal. Ein nicht ganz so
schlecht gelungener Abschluss.
Erschienen
im Verlag cbt, 512 Seiten
ISBN-10:
3570161579
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