Freitag, 7. November 2014

[book meets movie] Love, Rosie - Für immer vielleicht

Infos zum Film:

Mit: Lily Collins, Sam Claflin
Regie: Christian Ditter
Start: 30.10.2014
Laufzeit: 1 St. 42 Min Genre: Liebeskomödie

Inhalt:

Rosie und Alex sind seit Kindertagen beste Freunde und, erwachsen geworden, vielleicht auch noch mehr, wenn sie sich nur ihre große Liebe, die sie füreinander empfinden, eingestehen würden. Doch stets kommt Unerwartetes dazwischen, darunter eine Schwangerschaft, Ersatzbeziehungen mit falschen Partnern und Missverständnisse, die verhindern, was für alle in ihrem Umfeld offensichtlich ist. Nach vielen Jahren und Irrwegen sind beide mit anderen verheiratet, aber wahres Glück können sie nur zusammen finden.



Das sagt Lucy:

Wer diesen Blog und meine Beiträge nun schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich ein großer Cecelia-Ahern-Fan bin. Ihre Romane lassen mich stets mit einem verträumten, nachdenklichen Kopf voller zauberhafter Metaphern zurück. Was man von den Verfilmungen zu ihren Werken leider nicht behaupten kann. P.S.: Ich liebe dich war damals eine Katastrophe für mich und auch Love, Rosie hat sich mehr nach Enttäuschung angefühlt als nach der erhofften Achterbahnfahrt mit Taschentuch- und Schmunzelmomenten. Dabei hatte ich mich nach der Casting-Bekanntgabe und den ersten Trailern und Clips so auf den Film gefreut.

Und ja, die Schauspieler passten auch alle super zu ihren Rollen und erweckten die Charaktere glaubhaft zum Leben. Sowohl Sam Claflin als Alex und Lily Collins als Rosie, als auch Jaime Winstone als Rosies beste Freundin Ruby überzeugten, indem sie mich nach den ersten Minuten die Charaktere aus dem Buch sehen ließen.

Doch das war es dann leider auch schon fast an Positivem, was es über diesen Film zu berichten gibt. Klar, ein paar Szenen haben auch mich zum Lachen gebracht, aber statt dem romantischen, in Lebensweisheit getunkten Ahern-Stil, gab es eben leider nur eine überzogen dargestellte, klischeehafte Liebeskomödie mit zweideutigen Witzen und so einigen Fremdschäm-Momenten. Und statt einer chronologischen Abfolge der Kinder-, Schul- und Erwachsenenzeit von Rosie und Alex gab es einen hektischen Flashback-Marathon, der mir persönlich viel zu wenig Zeit gab für die Vorstellung der Charaktere, für die verschiedenen Lebensphasen der beiden Protagonisten und die damit verbundene Entwicklung ihrer Beziehung.

Am traurigsten fand ich persönlich die Tatsache, dass die Beziehung von Rosie und Alex wie sie im Buch beschrieben wird, im Film allgemein nur in ganz, ganz seltenen Fällen einmal durchschimmert. Dabei ist gerade die es, die das Buch ausmacht; weil sie nämlich viel mehr ist als ein Haufen aus seltsam verworrenen Ich sag keinen Pieps oder bin schrecklich peinlich und dämlich und deshalb brauchen wir Jahre, um zusammenzukommen-Szenen. Viel mehr sind Rosie und Alex auch beste Freunde, die beide eben nicht schon immer wussten, dass sie mehr füreinander empfinden. Sie brauchen - jeder für sich - ganz schön lange, um sich das einzugestehen. Und noch einmal länger, um es dem anderen sagen zu wollen. Aber ihre Freundschaft, die bleibt auch in schwierigen Zeiten erhalten. Rosie und Alex verzichten füreinander auf so einiges, verschweigen sich nicht monatelang wichtige Ereignisse aus ihrem Lebens, vertrauen sich blind und finden trotz sämtlicher Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, immer wieder zueinander - sowohl als Freunde als ganz am Ende auch als Paar.

Es geht im Buch also vielmehr um Freundschaft als um Liebe. Und um den Weg zur Selbstfindung und zum Finden des Wirs. Die Fragen Was will ich mit meinem Leben anfangen? Was kann ich alles erreichen? Mit wem will und kann ich mein Leben und meine Träume teilen? und Gibt es unendlich viele Chancen für die einzig wahre Liebe? spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Und es ist verdammt traurig, dass in der Verfilmung so gar kein Wert darauf gelegt wurde. Es wurden keine Fragen aufgeworfen, die einen zum Nachdenken anregen oder zum Nicken und Schmunzeln bringen. Es war vom Anfang bis zum Ende eine reine Liebeskomödie, die ich so oder so ähnlich schon viel zu oft gesehen habe.


Fazit: 

Für tolle Schauspieler, die manche Fremdschäm-Momente und absurden Dialoge erträglich gemacht haben; für eine ansonsten aber grauenhafte Umsetzung meines Ahern-Lieblings bekommt dieser Film leider nur gut gemeinte 3 von 6 Wombats.




 

2 Kommentare:

Felix Gellner hat gesagt…

Ja das kann ich so unterschreiben^^

Ines Caranaubahx hat gesagt…

Hallöchen :)
Vielleicht kennst du mich ja, vielleicht auch nicht :D
Ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

PS: ich fand den film sooooo tool! *_*

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