Freitag, 19. Juli 2013

[Mein Buchgeständnis] Dieses Buch spricht Lucy aus der Seele

Hallo ihr Lieben,

diesen Monat hat sich die liebe Leselurch eine äußerst knifflige Frage für ihre Libressio-Aktion ausgesucht. 

 

Welches Buch spricht dir aus der Seele?


Mir fiel es schwer, sehr schwer, mich bei dieser Frage auf ein einziges Buch festzulegen, denn es gibt sehr viele Romane, sehr viele Passagen in Geschichten, die mir aus der Seele sprechen. Und umso länger ich darüber nachgegrübelt habe, umso mehr mögliche Antworten fand ich. Da gibt es schon allein drei Autoren, die ich nennen möchte, die es irgendwie immer schaffen, das in Worte zu fassen, was ich denke-empfinde-derWeltsagenwill: Cecelia Ahern, David Levithan und John Green. Egal was ich von den Dreien lese, ich finde mich, meine Ansichten und mein Lebensgefühl darin wider. Und die Art, wie sie schreiben, trifft für mich jedes Mal den Nagel auf den Kopf, sodass ich beim Lesen ständig nicken und schmunzeln muss.

(Nicht zu vergessen Michael Ende, dessen Die unendliche Geschichte und Momo mich seit meiner Kindheit nicht mehr loslassen, mich geprägt haben und von denen ich auf jeden Fall auch behaupten kann, dass sie mir aus der Seele sprechen.)

Auch Izzys wundervollem Libressio kann ich nur zustimmen. Auch mir bedeutet die Noughts & Crosses Reihe von Malorie Blackman sehr viel.

Die zwei Bücher, die ich für dieses Libressio allerdings ausgewählt habe, sind Stephen Chboskys The perks of being a wallflower und Neal Shustermans Vollendet.


Warum also diese beiden Bücher?

Wer meine Rezension zu The perks of being a wallflower gelesen hat, der weiß, dass dieses Büchlein zu meinen liebsten Lieblingsbüchern zählt und es mich jedes Mal aufs Neue zutiefst berührt. Und das gelingt ihm, weil ... na, weil es mir eben aus der Seele spricht. Weil es nicht nur eines meiner Herzensthemen aufgreift, sondern zwei, drei, vier mehr; unter anderem Freundschaft, Homosexualität, (Selbst-)Akzeptanz, die erste Liebe, Coming of Age in all seiner schönen und grausamen Realität.

Es gibt nicht viele Bücher wie Perks, die für mich etwas Beständiges und Vertrautes haben; etwas, das ich von kleinauf von meinen Eltern und durch Erfahrungen selbst gelernt habe; etwas, das ich in die Welt hinausschreien will, weil ich es als SO wichtig erachte; und deshalb bin ich froh, dass es dieses Buch gibt und dass Charlies Briefe vielleicht nicht nur mir aus der Seele sprechen, sondern vielen und immer mehr anderen auch.

Auch Vollendet dreht sich um ein Thema, das mir sehr, sehr am Herzen liegt. Wenn man es genau nimmt, sogar zwei: Abtreibung und Organspenden. Ich krieg ein ganz flaues Gefühl im Magen, wenn ich nur darüber nachdenke, und es ist eine verdammt verzwickte Sache und ja, es ist ein ziemlich schmaler Grat zwischen den Fragen Was sollte noch erlaubt sein? und Was verstößt gegen unsere Menschenrechte?

Und vielleicht repräsentiert Neal Shusterman mich nicht mit seinem Schreibstil, aber auf jeden Fall mit dem Inhalt. Meine Seele schreit, wenn sie Vollendet liest, einfach immerzu JA! und Seht nicht weg! Lest und denkt darüber nach! Denn irgendwann könnte es so aussehen, das könnte es wirklich, verdammt!. Ich kann dieses Buch wirklich nur jederman ans Herz legen. Es wird euch schockieren und euch die Augen öffnen! (zumindest hat es das bei mir!)

Und nun seit ihr dran. Welches Buch spricht euch aus der Seele? Bis zum 21.7. könnt ihr Leselurch noch euer Buchgeständnis machen. 

Liebe Grüße,
eure Lucy

2 Kommentare:

Leselurch hat gesagt…

Hey, Lucy! :)
Da bin ich ja gespannt auf die beiden Bücher! Beide liegen bei mir schon auf dem SuB, "Vollendet" allerdings schon ein wenig länger als "Das also ist mein Leben" (auf das ich ja erst durch dich gekommen bin ;)).
Besonders "Vollendet" spricht mich sehr an, die Thematik reizt mich sehr. Es ist sicher ein schwieriges Thema, welches dort behandelt wird, aber auch hierüber könnte ich mich noch stundenlang unterhalten. Ich selbst trage schon seit Jahren einen Organspendeausweis bei mir und könnte mir aus persönlichen Gründen auch niemals vorstellen, KEINEN bei mir zu haben... Aber ich finde, dass das jeder für sich selbst entscheiden sollte, nein, sogar muss. Niemand sollte dazu gezwungen werden - und erst recht nicht so, wie es in "Vollendet" geschieht. Aber wenn man sich die Forschung der heutigen Zeit so ansieht, scheint das alles tatsächlich nicht mehr ganz so abwegig... Mir kommt dabei immer der Film "Die Insel" in den Sinn.
Liebe Grüße, Lurchi :)

Lucy Montrose hat gesagt…

Liebe Lurchi,

ich freue mich sehr, dass du beide Bücher bald lesen möchtest. Wie ich schon oft erwähnt habe und auch in meinem Libressio deutlich wurde, kann ich sie dir beide nur wärmstens empfehlen! Und bin froh, dass du dir Perks aufgrund meiner Schwärmerei geholt hast! Ich bin schon gespannt auf deine Meinung und freue mich, bald mit dir über die Bücher, die Thematik und die Charaktere reden zu können. :-)

Das mit den Organspenden sehe ich wie du. Freiwillig immer gerne, aber auf keinen Fall gezwungen werden. Und auf keinen Fall auf so eine grausame Weise mit Babys, Kindern und Jugendlichen umgehen. Ein Baby bringt Verantwortung mit ins Haus und der sollte man sich stellen. Was denken sich die in "Vollendet" denn, dass Babys von Tür zur Tür gelegt werden und keiner so viel Verantwortung und Mitgefühl zeigt, es zu sich zu nehmen?! Und dass Kinder und Jugendliche, leibhaftige menschliche Wesen, von ihren eigenen Eltern quasi zur Schlachtbank geführt werden?! Bereitet mir jedes Mal, wenn ich dran denke, eine Gänsehaut und Bauchschmerzen.

LG, Lucy

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