Dienstag, 11. Dezember 2012

[Rezension] 100 Namen von Cecelia Ahern

*Leseprobe*
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Krüger Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3810501486
Der Inhalt in wenigen Sätzen:

Die junge Journalistin Kitty Logan ist am Tiefpunkt: Durch einen schweren professionellen Fehler hat sie fast das Leben eines Menschen zerstört. Und damit auch ihren eigenen Ruf, ihre Karriere und den Glauben an sich selbst. Nachdem ihre Chefin, Mentorin und Freundin stirbt, steht für sie fest, dass sie etwas ändern und wieder gut machen will. Als eine Art Hommage möchte sie eine Geschichte über Constance' letzte Idee für das Magazin schreiben. Aber alles, was sie hat, ist eine Liste mit 100 scheinbar wahllos heraus geschriebenen, unbekannten Namen.

Phantasievoll, einfühlsam und unverwechselbar, so ist der neue große Roman der Weltbestsellerautorin. Denn manchmal muss man ganz gewöhnliche Menschen finden, um zu verstehen, wie außergewöhnlich das Leben ist.

Der erste Satz:

            Man nannte sie den "Friedhof", denn kein Geheimnis, keine persönliche oder sonst wie vertrauliche Information, die man ihr anvertraut hatte, kam jemals wieder zum Vorschein. 

Das sagt Lucy:

Ich liebe Cecelia-Ahern-Bücher. Ich habe alle ihre bisher erschienenen Romane und Kurzgeschichten Zuhause und wie automatisch legt sich ein seliges Lächeln auf meine Lippen, wenn etwas Neues von ihr auf dem Buchmarkt erscheint. Cecelia Ahern hat schlicht und ergreifend eine wunderbare Art zu schreiben. Ich genieße jeden ihrer Sätze, ich mag ihre Charakterdarstellungen und ihre Liebe zum Detail. Und ich liebe es, dass hinter all ihren Geschichten eine wichtige Message für jedermann steckt. Und so war es auch bei 100 Namen.

Ziemlich früh wurde mir klar, worauf die Autorin in diesem Buch hinauswollte. Alle Charaktere, denen wir im Laufe der Geschichte von der 100-Namen-Liste begegnen (es sind übrigens nicht alle 100!), sind bescheidene, aber interessante und liebenswerte Persönlichkeiten. Keiner von ihnen ist berühmt oder sonst wie bekannt, aber für ihr Umfeld sind sie alle bedeutend - sowohl die Frau, die im Auftrag anderer Geschenke besorgt, als auch das Mädchen, das ihrer kranken Mutter aushilft und ziemlich oft Heiratsanträge bekommt, als auch der Mann, der Gebete hören kann, als auch alle anderen.

Was sagt uns das?

Jeder von uns hat seine Geschichte. Und man muss nichts Weltbewegendes zu bieten haben, um wichtig und besonders und interessant zu sein. Wir sind es einfach. Ich finde die Aussage klasse und sie beweist wieder einmal, dass die liebe Cecelia Ahern an das Gute im Menschen glaubt. Genau das ist es, das ich an ihren Geschichten so sehr mag.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich vom Höhepunkt des Storyverlaufs und von der Einsicht der Protagonistin noch etwas mehr erwartet habe, ja, letztlich sogar etwas enttäuscht war. Es war schon irgendwie seltsam ernüchternd, als das Rätsel der 100 Namen gelüftet wurde ... nachdem man als Leser so lange nach einer Gemeinsamkeit, einem Zusammenhang zwischen all den vielen Personen gesucht hat, nachdem man Kittys Mentorin als jemanden kennen gelernt hat, der nichts ohne Grund macht und sich immer sehr sehr viele Gedanken zu ihren Artikeln und Stories macht. Ich konnte mir beim Lesen einfach nicht vorstellen, dass Constance mit der Liste das vorgehabt hatte - aber gut, was Constance tatsächlich mit der Liste und den 100 Namen darauf anstellen wollte, das werden wir wohl leider nie erfahren.

Dennoch: Für alle, die sich in der Adventszeit einmal wieder Gedanken über sich selbst machen wollen, die ihr Leben und ihre Geschichten Revue passieren lassen wollen, für alle, die sich manchmal fragen, welche Geschichten so in anderen Menschen stecken. All die können beherzt zugreifen ... oder es sich zu Weihnachten wünschen! Noch haben nicht alle ihre Geschenke! ;-)

Fazit:

100 Namen ist ein gewohnt facettenreicher und einfühlsamer Cecelia-Ahern-Roman mit Charakteren zum Knuddeln und ins Herz schließen. Und mit einer Message, die einen als Leser mal wieder inne halten und über sich und andere nachdenken lässt. Perfekt für die besinnlichen Tage im Advent. Von mir gibt es dafür 4,5 Wombats!


4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hallo iuch habe eine kurze frage

ichm uss morgen buchvorstellung über das buch humdert namen von cecelia ahern halten und schaffe es nicht mehr den schluss zu lesen könntest du mir vielleicht sagen wie sich der roman auflöst ?

liebe grüße steffi

Lucy Montrose hat gesagt…

@ Steffi: Ich hatte die ganze Woche leider kein Internet, weshalb ich erst jetzt antworten konnte. Nun ist es leider schon zu spät, ich hoffe, du hast noch jemanden gefunden, der dir das Ende verraten konnte bzw. das Internet war dir noch dabei behilflich (oder hast du vielleicht doch noch die Nacht durchelesen? Das wäe nämlich mein Tipp gewesen, immerhin kann man eine Buchvorstellung am besten halten, wenn man das Buch selbst gelesen hat)und deine Buchvorstellung ist gut gelaufen. :-)

Nelly G. hat gesagt…

Huhu, ich hoffe, es ist ok, dass ich eure Rezi auf meinem Blog verlinkt habe. Bin außerdem direkt eure neuste Leserin geworden

Viele liebe Grüße
Nelly von Nellys Leseecke

Lucy Montrose hat gesagt…

@ Nelly: Das ist nicht nur okay, das freut mich sogar! Und ganz besonders auch, dass wir dich als neue Leserin unseres Blogs begrüßen dürfen! :-)

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